Als er die Schleuse erreichte, hatten sich dort bereits vier Wissenschaftler mit ihrem Bohrgerät versammelt und mühten sich mit ihren Schutzanzügen ab. Kritisch sah der Captain zu, wie sie ihre langen Körper und zahlreichen Beine in die transparenten Hüllen steckten, den Sitz prüften und die Zufuhr von Wasserstoff und Argon kontrollierten. Schließlich winkte er sie zufrieden in die Schleusenkammer und begann ebenfalls einen Schutzanzug anzulegen. Als er aus dem Fahrzeug kam, hatten die anderen beim Aufstellen ihrer Apparaturen schon gute Fortschritte gemacht.

Er warf ihnen nur einen kurzen Blick zu, während er für einen Moment auf dem Absatz der Rampe zögerte, die von der Schleuse hinab zum Boden führte. Er wußte, was sie taten, und konnte sich auf sie verlassen, aber dergleichen galt keineswegs für das Wetter. Noch während er die äußere Schleusenpforte hinter sich schloß, blickte er zu dem kleinen Stück Himmel auf, das zu sehen die sich über ihm wölbende Hülle des Fahrzeugs gestattete.

Die Dunkelheit vertiefte sich sehr, sehr langsam, während Dhrawns zwei Monate dauernde Rotation die schwache Sonne weiter unter den Horizont trug.

Wie daheim schien auch hier der Horizont rundum etwas oberhalb seiner Sichthöhe zu liegen. Die schwerkraftbelastete Atmosphäre, die diesen optischen Verzerrungseffekt verursachte, pflegte die Sterne, sofern man sie überhaupt sah, zu heftigem Blinken zu bringen. Dondragmer blickte zum südlichen Himmelspol, aber das Zwillingsgestirn Fomalhaut und Sol, das dort Wache hielt, war noch unsichtbar.

Einige rasch nach Westen treibende Zirruswolken zeigten sich.

Offensichtlich wehten die Winde in zweihundert oder dreihundert Meter Höhe in die entgegengesetzte Richtung der Oberflächenwinde, was am Tage zumeist der Fall war. Dondragmer wußte, daß sich das kurzfristig ändern konnte; im nur wenige tausend Meilen westlicher liegenden Land löste der Sonnenuntergang stärkere Temperaturschwankungen als hier aus, und womöglich schlug das Wetter innerhalb der nächsten Stunden um.



5 из 246