
sie kann nicht verbessert werden
Wer sie verändert, verdirbt sie
wer sie festhält, verliert sie
In der Ordnung der Natur
ist Führen und Folgen
Einatmen und Ausatmen
Stärke und Schwäche
Aufstieg und Fall
Darum meidet der Weise
das Großartige
das Besondere
das Übermaß
30. Vom Krieg
Wer auf dem rechten Weg
den Herrscher berät
ist gegen Waffengewalt
Unter Waffen gehen
heißt untergehen
Hinter den Heeren
wachsen Disteln und Dornen
Große Armeen
bringen große Armut
Erreiche dein Ziel
das ist genug
Vertraue nicht den Waffen
Erreiche dein Ziel
ohne Stolz
ohne Prahlen
ohne Hochmut
aus Notwendigkeit
aber hüte dich
vor der Gewalt
Denn nach dem Sieg
folgt der Niedergang
ohne den rechten Weg
Ohne den rechten Weg
geht es rasch zu Ende
31. Von den Waffen
Waffen sind Werkzeuge des Unglücks
bei allen Geschöpfen verhasst
Wer den rechten Weg geht
der läßt sie liegen
Der Weise liebt das Schöpferische
der Krieger liebt das Zerstörerische
Waffen sind Werkzeuge des Unglücks
und nicht Werkzeuge des Weisen
Er verwendet sie nur
wenn er keine Wahl hat
Ruhe und Friede sind ihm das Höchste
Und ein Sieg ist kein Grund zur Freude
Freude am Siegen ist Freude am Töten
Wer jedoch Freude am Töten hat
wird in der Welt keine Erfüllung finden
Wenn viele Menschen getötet werden
müssen sie voll Kummer betrauert werden
