wer als Kind sich erkennt

bewahrt seine Mutter

und fürchtet das Ende nicht

Wer seine Worte mindert

und seine Türen schließt

ist am Ende mühelos

Wer seine Worte mehrt

und geschäftig handelt

ist am Ende hoffnungslos

Das Beachten des Kleinen

nennt man Klarheit

Das Bewahren der Nachgiebigkeit

nennt man Stärke

Dem inneren Licht zu folgen

führt zur Einsicht zurück

und bewahrt vor Unheil

Das heißt:

Die Erfahrung des Unendlichen

53. Vom Verlassen des rechten Wegs

Wer Erkenntnis gewinnt

geht auf dem rechten Weg

und vermeidet alle Umwege

Der rechte Weg ist gerade

das Volk liebt die Umwege

Der Hof prächtig geschmückt

die Felder voll Unkraut

die Scheunen leer

die Kleider voll Prunk

mit scharfem Dolch gegürtet

übersatt von Trank und Speise

sind Schätze und Reichtümer angehäuft

Das ist Maßlosigkeit und Räuberei

und sicher nicht der rechte Weg

54. Von der Entwicklung der Tugend

Gut Gegründetes wird nicht erschüttert

gut Gehegtes wird nicht entgleiten

so wird es von den Nachfahren

gepflegt und geachtet

Entwickle Tugend in dir selbst

und die Tugend wird wahrhaft sein

Entwickle Tugend in der Familie

und die Tugend wird reichlich sein

Entwickle Tugend im Dorf

und die Tugend wird gedeihen

Entwickle Tugend im Staat

und die Tugend wird wachsen

Entwickle Tugend in der Welt

und die Tugend wird überall sein

Darum:

Betrachte den Einzelnen als Einzelnen



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