»Dann warten Sie bitte da drüben. Die Ärztin wird gleich bei Ihnen sein.«

Seufzend ging er zum Fenster und sah zu seinem Auto hinaus. Der Polizist war verschwunden, aber jetzt klemmte ein flatternder Zettel unter dem Scheibenwischer. Baker trommelte mit den Fingern aufs Fensterbrett. Wenn man in diesen Kleinstädten in Schwierigkeiten gerät, kann alles passieren. Und je länger er wartete, desto drastischer wurden die Szenarien, die er sich ausmalte: Der Alte lag im Koma, und sie durften die Stadt nicht verlassen, bis er aufwachte. Der Alte starb, und sie wurden wegen Totschlags angeklagt. Oder sie wurden zwar nicht angeklagt, mußten aber bei der gerichtlichen Untersuchung erscheinen, die in vier Tagen stattfinden sollte.

Als schließlich jemand kam, um mit ihnen zu sprechen, war es nicht die zierliche Ärztin, sondern der Polizist. Er war ein junger Beamter Mitte Zwanzig, in einer ordentlich gebügelten Uniform. Er hatte lange Haare, und auf seinem Namensschild stand James Wauneka. Baker fragte sich, was für ein Name das wohl war. Vermutlich Hopi oder Navajo. »Mr. und Mrs. Baker?« Wauneka war sehr höflich und stellte sich vor. »Ich war eben bei der Ärztin. Sie hat ihre Untersuchungen abgeschlossen, und die Kernspinergebnisse liegen vor. Es gibt absolut keinen Hinweis darauf, daß er von einem Auto angefahren wurde. Und ich selbst habe mir Ihr Auto angesehen. Keine Spur eines Aufpralls. Ich schätze, Sie sind über ein Schlagloch gefahren und haben nur geglaubt, daß Sie ihn angefahren haben. Die Straße da draußen ist ziemlich schlecht.«

Baker warf seiner Frau einen bösen Blick zu, doch sie wich ihm aus. »Kommt er wieder in Ordnung?« fragte sie. »Sieht so aus, ja.«

»Dann können wir also fahren?« fragte Baker.

»Liebling«, sagte Liz. »Willst du ihm nicht das Ding geben, das du gefunden hast?«



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