
»Na ja, zumindest der Grundriß von einer«, erwiderte sie. »Schau. Das ist die Längsachse des Kreuzes, das Mittelschiff... Siehst du das? Das ist eindeutig eine Kirche, Dan. Und der Rest dieser Abbildung,
die Quadrate in den Quadraten, alles rechtwinklig, das sieht aus... weißt du, das könnte ein Kloster sein.« »Ein Kloster?« fragte der Polizist.
»Ich glaube schon«, sagte sie. »Und was ist mit der Beschriftung hier unten? Ist >klo< nicht eine Abkürzung für Kloster? Bestimmt. Wie gesagt, ich halte das für ein Kloster.« Sie gab dem Polizisten die Abbildung zurück.
Mit übertriebener Geste sah Baker auf seine Uhr. »Wir sollten jetzt wirklich los.«
»Natürlich«, sagte Wauneka, der den Wink verstanden hatte. Er gab ihnen die Hand. »Vielen Dank für Ihre Hilfe. Und entschuldigen Sie, daß wir Sie so lange aufgehalten haben. Eine schöne Fahrt noch.« Baker legte seiner Frau den Arm um die Taille und führte sie hinaus ins nachmittägliche Sonnenlicht. Es war kühler geworden, im Osten stiegen Heißluftballons in den Himmel. Gallup war ein Zentrum für Ballonfahrer. Er ging zum Auto. Der Zettel auf der Windschutzscheibe erwies sich als Werbung für einen Türkisschmuckverkauf in einem Geschäft am Ort. Er zog ihn unter dem Scheibenwischer hervor, zerknüllte ihn und stieg ein. Seine Frau saß mit verschränkten Armen auf dem Beifahrersitz und starrte geradeaus. Er ließ den Motor an. »Okay«, sagte sie. »Tut mir leid.« Es klang mürrisch, aber Baker wußte, mehr würde er von ihr nicht bekommen. Er beugte sich zu ihr und küßte sie auf die Wange. »Nein«, sagte er. »Du hast genau das Richtige gemacht. Wir haben dem alten Knaben das Leben gerettet.« Seine Frau lächelte.
Er rollte vom Parkplatz und fuhr in Richtung Highway.
Der alte Mann im Krankenhaus schlief, sein Gesicht zur Hälfte unter einer Sauerstoffmaske versteckt.
