
»Ja. Es wird in Lasern und Elektronenröhren benutzt.«
Johnstons zuckte die Achseln. »Von mir aus können sie so viel Xenon haben, wie sie brauchen. Ich verstehe nicht, was das mich angehen soll.«
»Was ist mit dem Interesse der Firma an exotischen Metallen? ITC hat vor kurzem eine nigerianische Firma aufgekauft, um ihren Bedarf an Niob decken zu können.«
»Niob.« Johnston schüttelte den Kopf. »Was ist Niob?« »Es ist ein dem Titan ähnliches Metall.« »Wozu braucht man es?«
»Für supraleitende Magneten und Atomreaktoren.«
»Und Sie wollen wissen, wozu ITC es braucht?« Johnston schüttelte den Kopf. »Das müssen Sie die Firma fragen, Miss Delvert.«
»Das habe ich. Und die Antwort war: für Forschungen im Bereich fortschrittlicher magnetischer Anwendungen.«
»Da sehen Sie. Gibt es einen Grund, ihnen nicht zu glauben?«
»Nein«, entgegnete sie. »Aber wie Sie selbst gesagt haben, ist ITC eine Forschungseinrichtung. In ihrer Zentrale in einem Ort namens Black Rock in New Mexico beschäftigt sie zweihundert Physiker. Sie ist offensichtlich und unbestreitbar eine High-Tech-Firma.«
»Ja.«
»Deshalb frage ich mich: Wozu braucht eine High-Tech-Firma so viel Land?«
»Land?«
»ITC hat in abgelegenen Gegenden auf der ganzen Welt umfangreiche Landkäufe getätigt: in den Bergen von Sumatra, im nördlichen Kambodscha, im südöstlichen Pakistan, in den Dschungeln von Zentralguatemala, im Hochland von Peru.« Johnston runzelte die Stirn. »Sind Sie sicher?«
»Ja. Sie haben auch in Europa Land aufgekauft. Westlich von Rom fünfhundert Hektar. In Deutschland in der Nähe von Heidelberg siebenhundert Hektar. In Frankreich tausend Hektar in den Kalksteinhügeln über dem Fluß Lot. Und schließlich hier.« »Hier?«
»Ja. Unter Benutzung britischer und schwedischer Holdings haben sie um Ihr Grabungsgelände herum fünfhundert Hektar erworben. Es ist vorwiegend Wald- und Ackerland, im Augenblick zumindest.« »Holdings?« fragte er.
