
Und jetzt kann ich nicht einmal mehr Euch spüren, Hazel.
Spürt Ihr mich noch in Eurem Verstand?«
»Nein«, antwortete Hazel. »Schon seit einiger Zeit nicht mehr.«
»Das könnte mein Fehler sein«, sagte Ozymandius in Owens Ohr. »Vielleicht stört meine Anwesenheit die Schwingungen zwischen euch.«
»Halt den Mund, Ozymandius«, murmelte Owen lautlos. »Du bist tot. Ich habe dich zerstört.«
»Das hättest du wohl gerne. Nein, ich bin noch immer bei dir, um dich zu beraten und um dich durch die kleinen Widrigkei-ten des Lebens zu leiten, Owen.«
»Die einzige kleine Widrigkeit, die mir gegenwärtig zu schaffen macht, ist diese maulende KI in meinem Ohr«, entgegnete Owen. »Würde ich einen guten Kyberdruiden kennen, hätte ich dich längst exorziert. Wer oder was auch immer du bist, ich brauche deine Hilfe nicht. Ich kann ganz hervorragend allein auf mich aufpassen.«
»Also bitte, du undankbarer kleiner Rotz! Wären nicht meine Berechnungen gewesen, wärst du niemals lebendig von Virimonde entkommen, als deine eigenen Sicherheitsleute wegen des auf dich ausgesetzten Kopfgelds hinter dir her waren!
Weißt du, was dein Problem ist? Du bist undankbar. Sieh doch zu, wie du allein zurechtkommst! Ich ziehe mich zum Schmollen zurück.«
Hazel beobachtete Owen unauffällig. Der Todtsteltzer war wieder einmal unvermittelt still geworden. Seine Augen blickten in eine unbestimmte Ferne. Das machte er in letzter Zeit häufiger, und er schaffte es jedesmal, sie damit zu ärgern – und das, obwohl sie vom Beginn ihrer zögerlichen Partnerschaft an gewußt hatte, daß er ein zerstreuter, nachdenklicher Bursche war.
