
„Ben, ich tat's gerne, ehrlich; aber Tante Polly - nun, Jim wollte es so gern tun, aber sie wollte es nicht. Sid wollte es tun, aber der durfte es auch nicht. Siehst du denn nicht, wie ich in der Klemme sitze? Wenn du diesen Zaun bearbeitest und es geht etwas schief..."
„Ach was, ich werd mich in Acht nehmen. Jetzt lass mich versuchen. Hier, ich geb dir auch das Gehäuse von meinem Apfel."
„Nun ja, dann... Nein, Ben, nicht. Ich habe Angst." „Ich geb dir auch den ganzen Apfel!"
Tom gab ihm den Quast scheinbar widerwillig -innerlich aber jubelte er. Und während der frühere Dampfer „Big Missouri" schwitzend in der Sonne arbeitete, setzte sich der pensionierte Künstler im Schatten auf eine Tonne, ließ die Beine baumeln, aß seinen Apfel und sann darüber nach, wie er noch mehr Unschuldige einfangen könnte.
Arbeitskräfte gab es genug; die Jungen kamen, um ihn zu verhöhnen, und blieben, um zu tünchen. Bevor Ben völlig ermüdet war, hatte Tom schon Billy Fisher für die nächste halbe Stunde gewonnen — natürlich nicht ohne dessen Drachen zu verlangen, der noch sehr gut in Ordnung war. Als Billy aufhörte, war Tom schon Besitzer einer toten Ratte; die hatte eine Schnur um den Hals, mit der man sie durch die Luft wirbeln konnte. Johnny Miller hatte sie ihm verkauft. So ging es weiter, Stunde um Stunde.
Und als der Nachmittag kam, war aus dem morgens noch ausgesprochen armen Jungen ein Tom geworden, der sich fast im Wohlstand baden konnte. Zu dem Drachen und der toten Ratte waren noch folgende Dinge gekommen: zwölf Murmeln, ein kleines Stück von einer Mundharmonika, eine Scherbe aus blauem Flaschenglas zum Durchgucken, eine Kanone, ein Schlüssel, mit dem man nichts aufschließen konnte, ein Stückchen Kreide, ein Zinnsoldat, zwei Kaulquappen, sechs Knallbonbons, ein Kätzchen mit nur einem Auge, eine Messingtürklinke, ein Hundehalsband natürlich ohne Hund, ein Messergriff, vier Stückchen Apfelsinenschale und ein brüchiger alter Fensterrahmen.
