
Doch blieb mir keine Zeit für Überlegungen. „Komm, wo bist du!?“ hörte ich ein Flüstern. Ich sah nur den weißen Flecken ihres Gesichts. Sie legte ihre Hand an die Tür, die sich öffnete. Aber diese Tür führte nicht in die Wohnung, der Fußboden ging weich mit uns mit. — „Hier kann man ja keinen Schritt tun“, dachte ich, „komisch, daß sie eigentlich noch Beine haben.“ Eine mißlungene Ironie, sie entstammte meiner nie endenden Verblüffung, dem Gefühl der Irrealität von allem, was mit mir seit vielen Stunden geschah.
Wir befanden uns wie in einem großen Flur oder Korridor, der breit und fast dunkel war — nur die Wandecken, mit Streifen von Leuchtfarbe bestrichen, leuchteten. An der dunkelsten Stelle legte das Mädchen wieder ihre flach ausgestreckte Hand auf die kleine Metallplatte in der Tür und ging als erste hinein. Ich blinzelte: die recht stark beleuchtete Diele war fast leer. Sie ging zur nächsten Tür; als ich mich der Wand näherte, öffnete sich diese plötzlich und zeigte eine Vertiefung, die voll war von metallenen Fläschchen. Das kam so unerwartet, daß ich unwillkürlich zusammenzuckte.
