Das wollte mir nicht in den Kopf. Unglaublich, daß niemand gezielt nach dem Wrack suchte und daß jemand durch puren Zufall darauf stieß! Ich hätte eigentlich ein ganzes Arbeitskommando erwartet, das von den Menschen unter dem Zeltdach ausgeschickt würde.

Nun ja, bei der ganzen Sache war dies nicht die erste Überraschung. Hör jetzt auf mit den Arbeitshypothesen, Freund, dafür fehlen dir die Fakten!

Beschränke dich aufs Beobachten. (Ich nenne mich selbst nicht mal beim Namen).

Also verlegte ich mich aufs Zuschauen. Ich sah, wie sie den eingedrückten Bug umrundete, hineinschwamm, dann wieder heraus und schließlich darüber hinwegglitt. Dann werkelte sie mit einem Gegenstand herum, der sich als La mpe entpuppte, die an ihrem Gürtel gehangen hatte. Sie schwamm noch einmal hinein. Das bereitete mir nicht wenig Sorge. Die Tarnung des Tanks war nicht so, daß sie einer näheren Inspektion standgehalten hätte. Die Kammern, die Fortbewegungsfedern…

Da kam sie wieder heraus, ohne sichtbare Anzeichen der Erregung, und in diesem Augenblick, da dämmerte mir etwas. Ein sehr geringfügiger Punkt verglichen mit dem, was ich bereits gesehen hatte — zumindest schien er beim ersten Hinsehen geringfügig. Und als ich länger darüber nachdachte, wuchs er sich immer mehr zu einem Rätsel aus.

Ihr Unterwasseranzug war wie gesagt ganz gewöhnlich, bis auf Helm und Ballast. Diese Alltäglichkeit beinhaltete einen kleinen Tank zwischen den Schultern, dessen oberes Ende am Helm anstieß und vermutlich damit in Verbindung stand, obwohl ich keine Verbindungsröhre sehen konnte.

Das alles war noch einleuchtend. Was mich daran aber störte, war die Tatsache, daß ich keine Luftbläschen sehen konnte.

Nun bin ich mit Atemluftaufbereitungssystemen ziemlich vertraut, und kenne mich bei den dazu benötigten Chemikalien aus — Gemenge aus Alkali-Metall-Peroxyden und Superoxyden, die mit Wasser reagieren und Sauerstoff freisetzen und Kohlendioxyd aufnehmen.



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