Und ich weiß, daß dazu neben einem Behälter für die Chemikalien und einem Misch-System auch eine Art „Lunge“ notwendig ist — ein volumenveränderlicher Umgebungsdruck-Gas-Sack oder — Tank —, wobei die Chemikalien die Zwischenstufe zwischen dieser Sack-Lunge und der Lunge des Benutzers darstellen. Das ausgeatmete Gas muß irgendwo aufbewahrt werden, bis es aufgearbeitet und wieder eingeatmet wird. Diese ›Lunge‹ muß ein Volumen haben, das die von einem Schwimmer bei einem Atemzug ausgeatmete Luft fassen kann — andersherum ausgedrückt, das Volumen muß annähernd dem seiner flachen Lunge entsprechen. An diesem Schwimmanzug war aber kein solcher Sack zu sehen, und der Rückentank war nicht annähernd groß genug, als daß darin einer hätte sein können.

Es sah ganz so aus, als käme dieses System ohne chemischen Sauerstoffvorrat aus. Wenn keine mikroskopisch kleine Pumpe vorhanden war, die die ausgeatmete Luft ganz schnell aufnahm und sie mit unglaublichem Druck in einen anderen Teil des kleinen Tankes drückte, hätte man die beim Ausatmen entstehenden Blasen sehen müssen. Ich sah keine Anzeichen für ein solches Rückverarbeitungssystem, aber ich konnte auch keine Blasen sehen. Ich hatte mir schon den Kopf zerbrochen, welche Gas-Mischung sie wohl atmete — bei diesem Druck hätte ein halbes Prozent Sauerstoff ihr die Lungen verbrannt, und ein Verdünnungsmittel war mir nicht bekannt. Sogar Helium war hier unten so stark löslich, daß Dekompression eine Sache von vielen Stunden war.

Blitzartig kam mir der Gedanke, daß hier Menschen vielleicht ständig unter diesem Druck lebten und eine fast reine Helium-Atmosphäre mit dem Bruchteil eines Prozentes Sauerstoff darin atmeten.

Wenn dies der Fall war, begriff ich aber noch immer nicht, warum der Anzug des Mädchens keine Bläschen von sich gab. Angenommen, es gäbe jeden erdenklichen wirtschaftlichen Grund, Helium wiederzugewinnen, so gibt es dabei doch technische Probleme, die meiner Ansicht nach noch nicht hinlänglich gelöst sind.



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