
Nein. Sämtliche Hypothesen unzulänglich. Beobachtung fortsetzen! Als Tatsache liegt bislang nur vor, daß sie sich in einem geschlossenen System bei Außendruck völlig normal zu bewegen und darin zu leben scheint, und daß der fragliche Druck — lassen wir mal das alte Ammenmärchen, daß ein menschlicher Körper flachgedrückt würde — ausreichend hoch ist, um alle mit Gasdynamik zusammenhängenden biophysischen oder biochemischen Vorgänge umzustoßen.
Viel zu beobachten gab es nicht mehr. Das Mädchen hängte die Lampe wieder an ihren Gürtel, warf einen letzten Blick aufs Wrack und schwamm dann fort. Sie schlug dabei nicht den Weg ein, den sie gekommen war, sondern schwamm rechts an mir vorüber, fort aus dem beleuchteten Bereich.
Nach wenigen Sekunden war sie verschwunden, obgleich ich wußte, daß sie noch nicht sehr weit sein konnte.
Wahrscheinlich war sie unterwegs, um Hilfe zu holen. Wie lange es nun dauern würde, bis sie mit den anderen wieder zurückkam, war nicht abzuschätzen. Der Zelteingang konnte wenige hundert Yards entfernt sein oder aber auch mehrere Meilen.
Meine erste Vermutung kam mir ein wenig wahrscheinlicher vor, aber ich würde nicht einen einzigen Cent darauf setzen.
Nur meine Zukunft.
Möglich, daß sie das technische Zubehör bemerkt hatte, das meinen Tank bewegte und auf dem Boden festhielt. Und unter den gegebenen Umständen bedurfte es keines überragenden schauspielerischen Talents ihrerseits, um eine überraschte Miene zu verbergen. Wenn sie es bemerkt hatte und meldete, dann würden die, die mit ihr kamen, große Neugierde für den gesamten Bereich entwickeln. Das Tank-Äußere war in den Umrissen absichtlich ein wenig unregelmäßig gehalten, damit es nicht zu sehr als künstliches Objekt auffiel, doch konnte das Ding niemanden hinters Licht führen, der es sich genauer ansah. Vielleicht war es vorteilhafter, wenn ich mich ein Stück weiter weg bewegte. Meine persönliche Sicherheit kümmerte mich wenig.
