Bert Whelstrahl war vor einem Jahr in dieser Wasserwüste verschollen. Joey Elfven, der fähigste Ingenieur und Unterwasserexperte der Welt, war zehn Monate darauf in derselben Gegend spurlos verschwunden. Mit beiden war ich befreundet gewesen, und ihr Verschwinden machte mir Kummer.

Vor sechs Wochen war nun Marie Wladetzki ihnen gefolgt. Das war für mich noch viel schlimmer.

Sie war natürlich keine offizielle Ermittlerin — die Aufsichtsbehörde, wie sie von ihrem gegenwärtigen Chef repräsentiert wird, dessen Namen ich hier nicht erwähne, hält Frauen für nicht objektiv genug —, aber das hieß nicht, daß Marie nicht auch Ne ugierde entwickeln konnte. Dazu kam, daß sie an Joey so sehr interessiert war, wie ich an ihr. Da Marie aus ihrer Haut nicht herauskonnte, war sie, ohne gegen einen einzigen Buchstaben des Gesetzes zu verstoßen, von Papetee mit einem Unterseeboot der Aufsichtsbehörde einfach losgebraust, doch hatte sie im Grunde genommen gegen alle verstoßen. Sie hatte ihr Ziel nicht genannt und hatte als letztes ihren Standort zwischen Pitcairn und Oejo angegeben, tausend Meilen von der Stelle entfernt, wo ich jetzt mit den Trümmern der „Pugnose“ in die Tiefe sank. Keiner, der sie kannte, hatte die geringsten Zweifel, wo man zuerst nachschauen müsse.

Der Boß war so menschenfreundlich, mich mit der Suche zu betrauen. Und genau das war es, was ich selbst wollte — mir ein U-Boot schnappen und nachsehen, was passiert war. Doch mein Verstand gewann die Oberhand. Berts Verschwinden konnte man vielleicht noch einem Unfall zuschreiben, obwohl für das Gebiet um die Osterinseln genügend Verdachtsmomente vorlagen. Joeys Verschwinden an einer Stelle, die kaum ein Dutzend Meilen entfernt war, hätte möglicherweise ein Zufall sein können — die See ist allemal für Überraschungen gut. Nach Maries Verschwinden aber hätte nur mehr ein ausgemachter Dummkopf sich offen in das Gebiet gewagt.



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