
Daher befand ich mich nun tausend Fuß unter der Oberfläche des Pazifik und etliche tausend Fuß über dem Meeresgrund, als Teil eines Schiffswracks getarnt.
Ich wußte nicht genau, wie viel Wasser noch unter mir war. Meine letzte Peilung oben an der Oberfläche war sehr genau ausgefallen, und meine Kenntnis der Bodenkonturen nördlich von Rapanui war ausgezeichnet, und doch konnte ich nicht mit Sicherheit feststellen, ob ich senkrecht in die Tiefe sank. Die Strömungen in Inselnähe sind nämlich mitnichten so sanft und gleichmäßig, wie es die kleinen Pfeile auf den Pazifikkarten mit kleinem Maßstab andeuten wollen.
Natürlich hätte ich es mit Echolotungen versuchen können. Um dieser Versuchung zu begegnen, hatte ich außer Flutlichtern keine strahlenden Instrumente an Bord des Tanks. Und ich hatte nicht mal die Absicht, diese einzuschalten, ehe ich nicht Sicherheit hatte, daß ich allein war. Sehen ohne gesehen zu werden, hieß meine gegenwärtige Taktik. Und diese Sicherheit würde, wenn überhaupt, erst sehr viel später kommen, wenn ich den Grund erreicht und mich eine angemessen lange Zeit mit Horchen begnügt hatte.
In der Zwischenzeit behielt ich den Druckanzeiger im Auge, der mir verriet, wie viel Wasser sich über mir türmte, und die Sensoren, die meldeten, ob jemand in meiner Umgebung Sonar-Einrichtungen benutzte. Ich war mir gar nicht sicher, ob ich mir eine Reaktion ihrerseits wünschte oder nicht. Wenn man reagierte, dann würde es einen Fortschritt bedeuten. Ich würde endlich wissen, daß da unten jemand war, der dort nicht hätte sein dürfen — aber es würde sich vielleicht um jene Art Fortschritt handeln, den die anderen drei mi tgemacht hatten. Allzu viel Sorgen brauchte ich mir nicht zu machen, denn fünfzehn oder zwanzig Fuß zerquetschter Schiffsrumpf würden auf jedem Sonarskop als das erscheinen, was sie waren, und der darin befindliche Tank mit voller Absicht nicht.
