Kein Zweifel, irgendein U-Boot würde mich in Kürze aufnehmen — etwas anderes war purer Irrsinn in Anbetracht der Tatsache, daß dieser Kerl noch topfit war und nicht lockerließ. Natürlich gibt es immer wieder verrückte Möglichkeiten, die man nicht außer acht lassen sollte. Vielleicht hatte er sich entschlossen, sein Leben zu opfern, damit sichergestellt war, daß ich nicht wieder an die Oberfläche kam, doch auch diese Version ging davon aus, daß „etwas“ kommen würde. Ein Torpedo etwa, oder eben irgend etwas. Persönlich hatte ich meine Zweifel bei dieser Opfer-Idee. Es gibt natürlich viele Menschen, die ihr Leben für eine Sache hingeben, die ihnen bedeutend erscheint, aber noch nie war ich einem Gesetzesbrecher begegnet, der so dachte. Und im besonderen noch nie einem Energieverschwender. Bei diesen Typen ist Selbstsucht stets die treibende Kraft.

Schluß mit der Psychologie. Tu etwas! Aber was?

Der Kerl mochte mittlerweile schon ein lebender Leichnam sein, aber er war immerhin noch da und gab Klopfzeichen. Warum nur war ich nicht in einem Arbeitsboot gekommen. Spar dir diese Frage! Eine reine Verschwendung kostbarer Überlegungszeit. Wie kann ich ihn dazu bringen, den Tank loszulassen oder zumindest, mit dem Getöse aufzuhören?

Schlecht formulierte Frage. Ich kann ihn zu gar nichts bringen. Er ist draußen, und ich bin drinnen, und bei diesem Druckunterschied werden wir zwei nie zusammenkommen. Wie kann ich ihn also überreden zu verschwinden oder mit dem Gehä mmere aufzuhören? Solange ich mich mit ihm nicht in Verbindung setze, kann ich ihn auch nicht überreden. Klar.

Ich schaltete meine Lichter ein, sowohl draußen als auch drinnen. Das wenigstens fesselte die Aufmerksamkeit des Burschen. Das Klopfen hörte einen Augenblick auf. Dann setzte es wieder ein, weniger regelmäßig zwar, und ich konnte sehen, wie er sich an eine Stelle hinarbeitete, von wo aus er durch ein Fenster hereinsehen konnte. Ich zog mich so weit zurück, daß er mich klar erkennen konnte, und wir blickten einander sekundenlang an.



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