Während ich die Lichter eingeschaltet hatte, waren wir wieder einige hundert Fuß gestiegen, und sein Anzug hatte nicht eine einzige Blase freigegeben. Ich fragte mich schon, ob es sich tatsächlich um eine Druc kausgleichs-Anlage handelte. Kaum glaublich, daß etwas so Dünnes und Schmiegsames eine Druck-Rüstung sein konnte. Andererseits ließen die Eigenheiten des Zeltdaches erkennen, daß hier unten jemand auf dem Gebiet der Molekulararchitektur gewaltige Fortschritte gemacht hatte. Ich konnte daher nicht behaupten, eine solche Rüstung wäre unmöglich, aber ich hätte mir wenigstens eine vage Ahnung vom „Wie“ und „Woher“ gewünscht.


Rückblickend komme ich mir natürlich dämlich vor. Schließlich hatte ich den Mann gut beleuchtet nur wenige Fuß entfernt vor mir und bemerkte die wichtigste Tatsache nicht. Nun, wenigstens war ich nicht der einzige Dumme.

Das Geklopfe hörte nicht auf. Es war nicht schmerzhaft laut, aber immerhin sehr lästig, ganz im Stil der chinesischen Wassertropfenfolter. Aber der Kerl da draußen mußte ebenso darunter leiden wie ich und hatte dabei noch die Mühe. Und ich wußte eines: solange er klopfte, konnte die angeforderte Hilfe noch nicht nahe sein.

Zweitausend Fuß waren weniger als die halbe Strecke zur Oberfläche, für meinen Anhalter eine unglaubliche Druckveränderung. Und für mich war es kein großer Trost, daß ich jetzt so viel Wasser unter mir hatte. Auch das Doppelte wäre für mich keine Hilfe gewesen. Es war ja nicht so, daß eine ganze Polizeiabteilung oder auch nur ein einziges Boot darauf wartete, mich zu retten. Mein Tank verfügte nur über die normalen automatischen Sendeanlagen, um Hilfe herbeizuholen, und die würden erst an der Oberfläche wieder funktionieren — was ohnehin unwahrscheinlich war. Oben würde zwar in wenigen Meilen Entfernung ein Schiff der Aufsichtsbehörde warten, da der Plan nicht vorsah, daß ich den Tank allein bis zu den Osterinseln steuerte, aber das nützte mir im Moment nicht viel.



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