Ich könnte mich jetzt gleich vom Wrack losmachen und die fast vollkommen runde Form des Tanks jedem, mit einem guten Sonar ausgerüsteten, Beobachter vor Augen führen, obgleich ich bis jetzt niemanden bemerkt hatte. Ich konnte Licht einschalten, damit ich den Boden vor dem Aufprall begutachten konnte, und mich hoffentlich noch rechtzeitig losmachen, wenn nötig. Auch das hätte sich mit dem Tarn-Plan nicht vertragen. Ich konnte aber auch dasitzen und hoffen, daß ich trotz des Trudelns in der richtigen Stellung landete — das heißt also, die Hände in den Schoß legen. Das bedeutete, daß ich mit den Naturgesetzen um mein Leben kämpfen mußte, und die sind schwerer zu bezwingen als die me isten menschlichen Gegner.

Die ersten zwei Möglichkeiten bedeuten — nun ja, vielleicht waren Bert und Joey und Marie noch am Leben. Ich streckte die Hand nach dem Lichtschalter aus.

Doch ich berührte ihn nicht, denn ganz plötzlich konnte ich den Grund sehen.

Zumindest sah es nach Grund aus. Es lag rechts von mir — ich konnte oben und unten immer noch unterscheiden — und sah flach aus. Und sichtbar war es auch.

II

Natürlich glaubte ich es nicht. Ich bin ein sehr konservativer Mensch, der es gern mag, wenn auch die Dichtungen realistisch sind, und das da war ein dicker Brocken. Als Junge mußte ich mit der Lektüre von „Die Maracot-Tiefe“ Schluß machen, weil darin ein leuchtender Meeresboden beschrieben wurde. Ich wußte, daß Conan Doyle niemals unten gewesen war und das Licht nur der Handlung wegen brauchte und ohnehin keiner großen Folgerichtigkeit huldigte, und doch wollte ich mich damit nicht abfinden. Ich wußte, er hatte unrecht wie jeder andere — denn der Meeresboden ist nicht hell.



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