
Nur war er es jetzt.
Das trudelnde Wrack schwang sich aufwärts, weg vom Licht, und ich hatte nun Zeit zu entscheiden, ob ich meinen Augen trauen sollte oder nicht. Ich konnte noch immer Instrumente ablesen. Der Druckmesser gab eine direkte Tiefe von 4880 Fuß an. Eine hastige, im Geiste vorgenommene Korrektur vom Band des Thermographen ergab zweihundert mehr. Ja, ich hätte in Bodennähe sein sollen, irgendwo auf den Nordhängen des Gebirges, dessen Gipfel Rapanui darstellen.
Ich vollführte eine Drehung und sah nun wieder hinunter. Ob ich nun meinen Augen trauen wollte oder nicht, sie zeigten mir beharrlich, daß es in dieser Richtung Licht gab. Es war ein sanftes gelbgrünes Leuchten — genau das Licht, das man verwendet, wenn man Unterwasserszenen filmen will.
Erst wirkte es einheitlich und ebenmäßig. Dann aber, ein paar Umdrehungen weiter und zweihundert Fuß tiefer, zeigte es ein bestimmtes Schema.
Es waren Vierecke, deren Ecken ein wenig heller waren als alles übrige. Es bedeckte nicht den ga nzen Grund. Der Rand lag fast genau unter mir, und es erstreckte sich in die Richtung, die ich für Norden hielt. Mein Kompaß reagierte nämlich auf das Trudeln nicht allzu günstig. In der anderen Richtung lag die normale, tröstliche und furchteinflößende Finsternis — das war Wirklichkeit genug.
Nun passierten zwei Dinge fast gleichzeitig. Mir wurde klar, daß ich ganz nahe am Rand des beleuchteten Bereiches niedergehen würde, und ebenso klar wurde mir, um was es sich bei diesem beleuchteten Gebiet handelte. Und die zweite Erkenntnis, die überwältigte mich. Sekundenlang war ich so wütend und angewidert, daß ich keinen klaren Gedanken fassen konnte. Und als Folge davon hätte ich diese Geschichte fast nicht erzählt.
Das Licht war künstlich. Ob sie es glauben oder nicht.
Mir ist klar, daß ein normaler Mensch sich das nur schwer vorstellen kann.
