Kostbare Watt zur Beleuchtung der Außenwelt sind eine schlimme Sache, manchmal aber traurige Notwendigkeit. Aber Energievergeudung zur Beleuc htung des Meeresbodens — nun, wie gesagt, sekundenlang war ich zu wütend, um einen klaren Gedanken fassen zu können. Mein Job hatte mich mit Menschen zusammengebracht, die mit Energie unachtsam umgi ngen, die Energie stahlen, und sogar mit Menschen, die sie mißbrauchten. Das hier aber war eine brandneue Dimension! Inzwischen war ich noch tiefer gesunken und konnte eine weite Lichtfläche sehen, die sich nach Norden, Osten und Westen erstreckte, bis sie in der Ferne verschwamm. Eine Riesenfläche, beleuchtet von Dingen, die ein paar Yards über dem ebenen Boden hingen, von Dingen, die nur als schwarze Flecken in der Mitte eines etwas helleren Feldes sichtbar waren. Wer hinter dieser Sache steckte, hatte immerhin einen gewissen Sinn für Sparsamkeit. Er benutzte Reflektoren.

Dann hatte ich meine Wut bezwungen, oder aber meine Angst hatte dies für mich besorgt. Mir wurde schlagartig klar, daß ich mich nur mehr in geringem Abstand über den Lichtern befand. Ich würde nicht inmitten der Lichter niedergehen, sondern ein Stück weiter südlich davon. Und ich konnte nicht sagen, sicher niedergehen, denn meine Kombination von „Pugnose“-Bug und Sicherheitstank drehte sich so langsam, daß ich voraussehen konnte, in welcher Stellung sie auf dem Boden auftreffen würde. Es sah ganz danach aus, als würde das offene Heck-Ende nach unten zu liegen kommen.

Ganz abgesehen von der Tatsache, daß ich unter dem Wrack hervor nichts sehen konnte, bestand daneben die Wahrscheinlichkeit, daß ich auch nichts würde tun können — beispielsweise zurück an die Oberfläche gelangen. Da faßte ich nach den Schalthebeln.

Da der ganze Plan auf Tarnung beruhte, wurde der Abtrennvorgang mittels Federdruck und nicht durch ein Wegsprengen eingeleitet. Ich wartete, bis die Drehung den Schiffsrumpf zwischen mich und das Licht manövriert hatte, und drückte den Knopf.



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