
Diese Bemerkung machte dem normalerweise so lethargischen Ralph Tucker gewissermaßen Feuer unter dem Hintern. Während die Gruppe ihre Aufmerksamkeit wieder der Führerin zuwandte, schlurfte er zu Polly hinüber und bot ihr galant den Brotbeutel unter der Safarijacke dar.
»Kleiner Energiestoß«, sagte er. »Gut für den Blutzuckerspiegel.«
Mit einem dankbaren Lächeln steckte sie die Hand in den Beutel und nahm sich etwas von dem Studentenfutter. Er folgte ihrem Beispiel. Sie mussten ihren Imbiss natürlich in aller Verstohlenheit verspeisen und taten es wie zwei ungezogene Schulkinder mit dem dazu gehörigen, mühsam unterdrückten Gelächter, während die Führerin sie aus dem Festsaal in den Gang hinauslotste. Dort ging es eine Treppe hinauf in einen schmalen, korridorähnlichen Raum.
»Diese Galerie«, erklärte die Führerin, als sie sich alle hinter einer Samtkordel versammelt hatten, die den Raum der ganzen Länge nach durchzog, »gehört zu den berühmtesten in England. Hier befindet sich nicht nur die bedeutendste Sammlung von Rokoko-Silber im ganzen Land - einen Teil davon sehen Sie links vom offenen Kamin auf diesem Halbmondtisch, einem SheratonMöbel, nebenbei gesagt -, sondern auch Gemälde von Le Brun, Gainsborough, Reynolds, Holbein, Whistler, Turner, van Dyck und einer Anzahl weniger bedeutender Künstler. In der Vitrine am Ende dieses Raums sind ein Hut, Handschuhe und Strümpfe aufbewahrt, die von Elisabeth I. getragen wurden. Und hier haben wir eine der besonderen Attraktionen des Hauses.« Sie trat links neben den Sheraton-Tisch und stieß mit leichter Hand gegen die getäfelte Wand. Lautlos öffnete sich eine Tür, die bis zu diesem Moment nicht zu erkennen gewesen war.
Mehrere der deutschen Touristen applaudierten anerkennend.
Die Führerin sagte: »Das ist eine Gibb-Tür. Raffiniert, nicht? Hier konnten die Bediensteten zu jeder Zeit kommen und gehen, ohne in den Gesellschaftsräumen des Hauses gesehen zu werden.«
