Man reckte die Hälse, man knipste, man brummelte Beifälliges.

Und da passierte es.

Die Führerin sagte gerade: »Achten Sie bitte besonders auf-«, als ihr sozusagen die Ereignisse in die Parade fuhren.

»Schatz! Nor! Schatz!«, röchelte jemand, und jemand anders schrie: »O mein Gott!«, und eine dritte Person rief erschrocken: »Vorsicht! Vorsicht! Ralph kippt um!«

Und genau das geschah. Ralph Tucker stieß einen unartikulierten Schrei aus und stürzte krachend auf einen der kostbaren Atlasholztische, die zur Einrichtung von Abinger Manor gehörten. Er riss ein pompöses Blumenarrangement mit sich, zertrümmerte eine Porzellanschale mit einer Duftmischung aus getrockneten Blüten und Kräutern, die sich über den ganzen Perserteppich verteilten, und warf den Tisch um. Die Samtkordel sprang aus den Haken der Messingpfosten, die in Abständen längs im Raum aufgestellt waren, als Ralph zu Boden schlug und reglos liegen blieb.

»Ralphie! Schatz!«, kreischte Noreen Tucker und drängte sich wie eine Rasende zu ihrem Mann durch. Sie packte ihn bei der Schulter und schüttelte ihn, während die Menschen ringsum mit kopfloser Aufregung reagierten. Die einen drängten vorwärts, die anderen wichen zurück. Jemand begann zu beten, jemand anderer fluchte laut. Drei Frauen aus der deutsche Gruppe ließen sich auf die Sofas fallen, die jetzt, ohne Absperrung, zugänglich waren. Ein Mann verlangte mit lauter Stimme nach Wasser, während ein anderer frische Luft forderte.

Es waren zweiunddreißig Menschen im Raum, aber es war keiner da, der das Kommando übernommen hätte. Die Führerin - die sich zwar in den Kunstschätzen von Abinger Manor auskannte, aber nicht in erster Hilfe - stand da wie angewurzelt, als hätte der Schlag, der den still auf dem Boden liegenden Ralph Tucker getroffen hatte, auch sie getroffen.



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