»Ach du meine Güte.« Miranda machte große Augen. »Kann man denn sonst gar nichts tun?«

Herbie trank seinen Tee aus und stellte den Becher mit einem leisen Plop auf den Tisch. »Der Experte hat einen Überblick über die Schutzmaßnahmen gegeben und die Leute aufgerufen, ihre Computer so zu programmieren, daß sie alle am ersten August eingehenden Befehle aufschieben und überprüfen. Wenn etwas merkwürdig ist, kann das Prüfprogramm den Computer anweisen, den verdächtigen Befehl ungültig zu ma­chen. Natürlich werden große Firmen ihre eigenen Computer­experten heranziehen, aber wie es scheint, wird alles, was sie austüfteln, eine Variante des Prüfprogramms sein.«

»Ich wollte schon immer >Ungültig< auf meine Autozulassung setzen«, gestand Harry.

Mrs. Hogendobber schürzte die Lippen, die heute muschelrosa geschminkt waren. »Warum das denn?«

»Weil der Computer dann jedes Jahr meine Zahlungsanwei­sung an die Kfz-Abteilung des Finanzamts zurücküberweisen würde. Zumindest habe ich mir das so vorgestellt.«

»Unsere kleine Saboteurin.«

»Miranda, ich hab's ja nicht getan. Ich hab bloß drüber nach­gedacht.«

»Aus kleinen Eicheln wachsen mächtige Eichen.« Mrs. Ho­gendobber setzte ein grimmiges Gesicht auf. »Stecken Sie da­hinter?«

Die drei lachten.

»Also, was gibt's Neues, Pewter?« fragte Tucker, dann wand­te sie sich Mrs. Murphy zu. »Ich nehme an, du weißt es schon, sonst hättest du ihr längst das Fell abgezogen.«

Mit der leisen Andeutung von Überlegenheit, die Katzen so aufreizend macht, ließ Mrs. Murphy ihre Schnurrhaare vorwärts schnellen. »Wir haben hinten auf der Veranda ein bißchen ge­plaudert.«

»Los, erzähl.«

Pewter schlenderte zu dem Hund hinüber, der sich unterdes­sen aufgesetzt hatte. »Aysha Cramer hat Mim Sanburne glatt­weg ins Gesicht gesagt, daß sie sich weigert, mit Kerry McCray auf dem Wohltätigkeitsfest für die Obdachlosen zusammenzu­arbeiten.«



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