Aidan meldete sich sofort.

»Ich bin der beste Reiter hier, Lady«, sagte er einfach. Das war nicht ruhmredig gemeint, und Dego und Enda verschwendeten auch keine Zeit mit Widerspruch. Fidelma akzeptierte seine Feststellung ohne weiteres.

»Du mußt Barran überzeugen, daß er sofort mit dir herkommt, Aidan. Schildere ihm die Lage, soweit du sie kennst. Wenn nötig, bitte ihn in meinem Namen. Aber, Aidan . sei ganz vorsichtig. Es gibt hier wahrscheinlich Leute, die nicht wollen, daß du nach Tara gelangst oder gar mit Barran zurückkehrst.«

Aidan war zuversichtlich.

»Das verstehe ich und werde aufpassen, Lady. Ich brauche nicht lange, um das Gebiet der südlichen Ui Neill zu erreichen. Sie sind keine Freunde von Laigin, und wenn ich erst dort bin, habe ich nichts mehr zu befürchten. Mit einigem Glück bin ich in ein paar Tagen wieder hier.«

»Ich kann weiter nichts tun als die Hinrichtung morgen verhindern. Dann muß ich hoffen, daß du rechtzeitig mit Barran zurückkommst, und herausfinden, was hier eigentlich gespielt wird«, meinte sie.

Aidan setzte zögernd an. »Bist du sicher, daß es hier etwas herauszufinden gibt, Lady? Ich meine, könnte es sein ...?« Er verstummte unter ihrem mißbilligenden Blick.

Dego schaltete sich besorgt ein.

»Wenn Aidan hier am hellen Tage losreitet, Lady, hat er keine große Chance, falls Krieger von Laigin uns beobachten, wovon man wohl ausgehen kann.«

»Dann geben wir ihnen eben etwas zu beobachten«, erwiderte Fidelma mit einem plötzlichen Aufwallen ihrer alten Zuversicht. »Wir gehen in die Stadt und suchen uns eine Unterkunft. Sind wir erst einmal in der Menschenmenge, verläßt uns Aidan. Wenn er nach Westen zum Slaney reitet, sieht es so aus, als ob er einfach nach Cashel zurück will. Dicht am Fluß gibt es genügend Wald, und in dessen Schutz kann er sich nach Norden wenden. Einverstanden?«



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