». und nun zum Ausland«, sagte Dana gerade. »Zwischen England und Frankreich gibt es nach wie vor Reibereien wegen des Rinderwahnsinns. Ein Bericht von Rene Linaud aus Reims.«

»Schalten Sie auf Satellit«, befahl Anastasia Mann im Regieraum.

Eine Viehweide inmitten einer typisch französischen Landschaft tauchte auf den diversen Bildschirmen auf.

Die Studiotür ging auf, und etliche Männer kamen herein und gingen auf das Moderatorenpult zu.

Alle blickten auf. »Dana, Sie kennen doch Gary Winthrop«, sagte Tom Hawkins, der ehrgeizige junge Produzent der Abendnachrichten.

»Natürlich.«

Leibhaftig sah Gary Winthrop noch besser aus als auf den Fotos. Er war Mitte vierzig, hatte strahlend blaue Augen, lächelte freundlich und sprühte förmlich vor Charme.

»So trifft man sich wieder, Dana. Danke, dass Sie mich eingeladen haben.«

»Ich danke Ihnen, dass Sie gekommen sind.«

Dana blickte sich um. Ein halbes Dutzend Sekretärinnen, die alle so taten, als hätten sie hier etwas Dringendes zu tun, tummelte sich mit einem Mal im Studio. Gary Winthrop ist so was bestimmt gewohnt, dachte Dana amüsiert.

»Ihr Beitrag kommt in ein paar Minuten. Setzen Sie sich loch zu mir. Das ist Richard Melton.« Die beiden Männer Schüttelten sich die Hand. »Jeff Connors kennen Sie ja bestimmt, nicht wahr?«

»Selbstverständlich. Sie sollten selber wieder antreten, Jeff, statt nur von den Spielen zu berichten.«

»Ich wünschte, ich könnte es«, erwiderte Jeff zerknirscht.

Der Beitrag aus Frankreich ging zu Ende, und danach kam eine Werbepause. Gary Winthrop nahm Platz und wartete, bis der letzte Spot vorüber war.

»Bitte bereithalten«, meldete sich Anastasia Mann aus dem Regieraum. »Wir spielen das Band ein.« Lautlos zählte sie mit dem Zeigefinger ab. »Drei . zwei . eins.«



10 из 265