
»Matt hier. Heute Mittag findet im Polizeipräsidium eine Pressekonferenz zum Mordfall Winthrop statt. Ich möchte, dass Sie darüber berichten. Ich schicke ein Kamerateam hin. Die Polizei steht gewaltig unter Druck. Die Sache wird immer brisanter, und die haben noch nicht die geringste Spur.«
»In Ordnung, Matt.«
Polizeichef Dan Burnett saß in seinem Büro und telefonierte, als seine Sekretärin hereinkam. »Der Bürgermeister ist auf Anschluss zwei.«
»Sagen Sie ihm, dass ich auf Anschluss eins gerade mit dem Gouverneur spreche«, knurrte Burnett. Er wandte sich wieder dem Telefon zu.
»Ja, Sir. Das weiß ich ... Ja, Sir. Ich glaube schon ... Ich bin davon überzeugt, dass wir das schaffen ... Sobald wir ... Gut. Wiederhören, Sir.« Er knallte den Hörer auf.
»Das Pressebüro des Weißen Hauses möchte Sie auf Anschluss vier sprechen.«
So ging das schon den ganzen Morgen.
Zur Mittagsstunde drängten sich zahllose Pressevertreter im Konferenzraum des Municipal Center an der Indiana Avenue im Zentrum von Washington. Polizeichef Burnett trat ein und begab sich zur Stirnseite des Raumes.
»Wenn ich um Ruhe bitten dürfte.« Er wartete, bis alle schwiegen. »Bevor ich auf Ihre Fragen eingehe, möchte ich eine Erklärung abgeben. Der grausame Mord an Gary Winthrop ist nicht nur ein schwerer Schlag für diese Stadt, sondern für die ganze Welt, und wir werden ohne Unterlass weiter ermitteln, bis wir diejenigen, die für dieses schreckliche Verbrechen verantwortlich sind, dingfest gemacht haben. Jetzt dürfen Sie Ihre Fragen stellen.«
Ein Reporter stand auf. »Mr. Burnett, hat die Polizei schon irgendwelche Anhaltspunkte?«
»Gegen drei Uhr morgens sah ein Zeuge zwei Männer, die auf der Zufahrt zu Mr. Winthrops Haus irgendetwas in einen weißen Kleinbus luden. Da ihm ihr Verhalten verdächtig vorkam, notierte er sich das polizeiliche Kennzeichen des Wagens. Wie wir herausfanden, wurden die Nummernschilder von einem Lastwagen gestohlen.«
