
»Weiß die Polizei bereits, was aus dem Haus entwendet wurde?«
»Etwa ein Dutzend wertvolle Bilder.«
»Wurde außer den Bildern noch etwas gestohlen?«
»Nein.«
»Wie steht’s mit Bargeld und Schmuck?«
»Das Bargeld und der Schmuck wurden nicht angerührt. Die Diebe hatten es nur auf die Bilder abgesehen.«
»Mr. Burnett, gab es in dem Haus eine Alarmanlage, und wenn ja, war sie eingeschaltet?«
»Nach Aussage des Butlers wurde sie abends immer eingeschaltet. Die Einbrecher müssen sie irgendwie außer Betrieb gesetzt haben. Wir wissen noch nicht genau, wie sie das bewerkstelligt haben.«
»Wie haben sich die Einbrecher Zugang zum Haus verschafft?«
Polizeichef Burnett zögerte einen Moment. »Eine interessante Frage. Es gibt keinerlei Spuren, die auf Gewaltanwendung hindeuten.«
»Wäre es möglich, dass sie Helfershelfer im Haus hatten?«
»Wir gehen nicht davon aus. Das Personal steht schon seit vielen Jahren in Gary Winthrops Diensten.«
»War Gary Winthrop allein zu Hause?«
»Soweit wir wissen, ja. Das Personal hatte frei.«
»Haben Sie eine Auflistung der gestohlenen Bilder?«, rief Dana.
»Jawohl. Es sind lauter bekannte Werke. Wir haben die Liste an sämtliche Museen, Kunsthändler und Sammler weitergegeben. Sobald eines dieser Bilder irgendwo auftaucht, können wir den Fall lösen.«
Verdutzt nahm Dana wieder Platz. Die Mörder müssen sich doch darüber im Klaren gewesen sein, dass sie es nicht wagen können, diese Bilder zu verkaufen. Aber aus welchem Grund haben sie sie dann gestohlen? Und zudem einen Mord begangen? Und wieso haben sie das Geld und den Schmuck nicht mitgehen lassen? Irgendwas stimmt da nicht.
Die Trauerfeier zu Ehren von Gary Winthrop fand in der National Cathedral statt, dem sechstgrößten Gotteshaus der Welt.
