
»Ich möchte mit ein paar Leuten sprechen, die Winthrops Kinder näher kannten. Paul Winthrop war zum Beispiel mit einer jungen Frau namens Harriet Berk verlobt. Sie waren fast ein Jahr lang liiert.«
»Ich kann mich erinnern, dass ich mal irgendwo über sie gelesen habe«, sagte Jeff. Er zögerte einen Moment. »Liebling, du weißt doch, dass ich hundertprozentig zu dir stehe .«
»Natürlich, Jeff.«
»Hast du dir schon mal überlegt, ob du dich bei dieser Sache nicht verrennst? Unfälle passieren nun mal. Wie viel Zeit willst du denn noch dafür aufwenden?«
»Nicht mehr allzu viel«, versicherte ihm Dana. »Ich will nur noch ein paar Recherchen anstellen.«
Harriet Berk wohnte in einem schmucken Doppelhaus im Nordwesten von Washington. Sie war eine schlanke Blondine, etwa Anfang dreißig, die sie mit einem unsicheren, aber dennoch einladenden Lächeln empfing.
»Ich danke Ihnen, dass Sie bereit sind, mit mir zu sprechen.«
»Ich bin mir nicht ganz darüber im Klaren, worüber ich mit Ihnen sprechen sollte, Miss Evans. Sie haben gesagt, es ginge um Paul.«
»Ja.« Dana wählte ihre Worte mit aller Sorgfalt. »Ich möchte nicht in Ihr Privatleben eindringen, aber Sie und Paul waren verlobt und wollten heiraten. Daher gehe ich davon aus, dass Sie ihn vermutlich besser kannten als irgendjemand sonst.« »Das hoffe ich.«
»Ich möchte gern ein bisschen mehr über ihn erfahren, darüber, wie er wirklich war.«
Harriet Berk schwieg. Sie klang sanft, beinahe zärtlich, als sie schließlich antwortete. »Paul war anders als alle Männer, die ich jemals kennen gelernt habe. Er war so lebenslustig. Er war immer freundlich und rücksichtsvoll zu anderen Menschen. Aber er konnte auch sehr komisch sein. Er hat sich nicht allzu ernst genommen. Es hat einfach einen Riesenspaß gemacht, mit ihm zusammen zu sein. Vorigen Oktober wollten wir heiraten.« Sie stockte. »Als Paul bei dem Unfall ums Leben kam, habe ich - hatte ich das Gefühl, als ob mein Leben vorbei ist.« Sie blickte Dana an und sagte leise: »Und es kommt mir immer noch so vor.«
