»Nicht mehr«, versetzte Dana gepresst. Sie wandte sich an Eileen. »Entschuldige, Mutter, aber Kemal und ich fahren zurück nach Washington.«

»Tut mir Leid, Dana. Ich -«

»Mir auch. Ich hoffe nur, du machst keinen Fehler. Ich wünsche dir eine schöne Hochzeit.«

»Dana -«

Bestürzt sah Danas Mutter zu, wie Dana und Kemal in den Wagen stiegen und wegfuhren.

Peter Tomkins schaute ihnen verdutzt hinterher. »Hey, was hab ich denn gesagt?«

Eileen Evans seufzte. »Nichts, Peter. Gar nichts.«

Auf der Heimfahrt schwieg Kemal. Dana warf ihm von Zeit zu Zeit einen Blick zu.

»Tut mir Leid, mein Schatz. Manche Menschen haben einfach keine Ahnung.«

»Er hat Recht«, sagte Kemal verbittert. »Ich bin ein Krüppel.«

»Du bist kein Krüppel«, versetzte Dana scharf. »Man beurteilt Menschen nicht danach, wie viele Arme oder Beine sie haben. Man darf sie nur danach beurteilen, was sie sind.« »Aha? Und was bin ich?«

»Du bist ein Überlebender. Und ich bin stolz auf dich. Weißt du, in einer Hinsicht hatte der reizende Bräutigam Recht - ich bin hungrig. Vermutlich interessiert es dich nicht, aber ich sehe ein McDonald’s vor uns.«

Kemal lächelte. »Stark.«

Nachdem Kemal zu Bett gegangen war, begab sich Dana ins Wohnzimmer und setzte sich hin, um nachzudenken. Sie schaltete den Fernseher ein und zappte durch sämtliche Nachrichtenkanäle. Alle brachten Hintergrundberichte über den Mord an Gary Winthrop.

». hoffen, dass der gestohlene Kleinbus ein paar Hinweise auf die Mörder liefert ...«

»... zwei Kugeln aus einer Beretta. Die Polizei überprüft sämtliche Waffengeschäfte, um .«

». und der brutale Mord an Gary Winthrop im vornehmen Nordwesten der Stadt ist wieder einmal ein Beweis dafür, dass niemand .«

Irgendetwas ließ Dana keine Ruhe. Es dauerte stundenlang, bis sie endlich einschlief. Als Dana am nächsten Morgen aufwachte, wurde ihr mit einem Mal bewusst, was ihr so zu schaffen gemacht hatte: Das Geld und der Schmuck lagen offen herum. Wieso haben die Mörder nichts davon mitgenommen?



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