
Dana stand auf und kochte sich eine Kanne Kaffee, während sie noch einmal die Aussagen von Polizeichef Burnett durchging.
Haben Sie eine Auflistung der gestohlenen Bilder?
Jawohl. Es sind lauter bekannte Werke. Wir haben die Liste an sämtliche Museen, Kunsthändler und Sammler weitergegeben. Sobald eines dieser Bilder irgendwo auftaucht, können wir den Fall lösen.
Die Einbrecher müssen doch gewusst haben, dass sie die Bilder nicht so leicht verkaufen können, dachte Dana. Was nur bedeuten kann, dass der Diebstahl von einem reichen Sammler in Auftrag gegeben wurde, der die Bilder für sich behalten will. Aber warum sollte sich so ein Mann mit zwei mörderischen Gaunern einlassen?
Als Kemal am Montagmorgen aufwachte, bereitete ihm Dana das Frühstück zu und setzte ihn an der Schule ab.
»Ich wünsche dir einen schönen Tag, mein Schatz.«
»Bis später, Dana.«
Dana blickte Kemal hinterher, bis er durch die Tür des Schulhauses verschwunden war, und fuhr dann zum Polizeipräsidium an der Indiana Avenue.
Es schneite wieder und ein scharfer Wind pfiff durch die Straßen.
Detective Phoenix Wilson, der die Ermittlungen im Mordfall Gary Winthrop leitete, war ein ausgefuchster Menschenfeind, dessen Narben verrieten, weshalb er so geworden war. Er blickte auf, als Dana in sein Büro kam.
»Keine Interviews«, knurrte er. »Wenn wir im Mordfall Winthrop irgendwelche neuen Erkenntnisse haben, erfahren Sie das wie alle anderen in der Pressekonferenz.«
»Danach wollte ich Sie gar nicht fragen«, sagte Dana.
Er musterte sie skeptisch. »Ach, wirklich?«
