
»Wie könnte ich! Aber Notfall hin und Film ohne Drehbuch her! In Frankreich sind diese Sachen vielleicht üblich, da weiß man manchmal wirklich nicht, ob sie ein Drehbuch hatten oder nicht, aber bei Climactic geht das nicht.«
»Es hat keinen Sinn«, bestätigte Sam.
Barney versuchte, die Hände nicht zu ringen. »L. M., seien Sie vernünftig! Es ist eine Rettungsaktion, die unter ganz bestimmten Vorzeichen läuft …«
»Sagen Sie ruhig Bank. Es regt mich nicht mehr auf.«
»Ich sage es nicht, weil wir sie noch schlagen können. Wir schaffen diesen Film. Sie haben sich also meinen Drehbuchautor geholt …«
»Er hat kein Drehbuch.«
»Natürlich hat er keines. Wir beide haben ja gestern erst die Idee ausgearbeitet. Nun habe ich mit ihm darüber gesprochen …«
»Er hat kein Drehbuch.«
»Hören Sie mich zu Ende an, L. M. Charley ist ein netter Kerl, das wissen Sie, und wenn einer ein gutes Drehbuch schreibt, dann ist es Charley. Wenn Sie ein Charley-Chang-Drehbuch hätten, würden Sie den Film anlaufen lassen, nicht wahr?«
»Er hat kein …«
»L. M., Sie hören nicht zu. Wenn. Das ist das große Wort. Wenn ich Ihnen hier und jetzt ein Drehbuch Charley Changs für diesen großartigen Film überreichen würde — meinetwegen mit dem Titel Unter Wikingerflagge — würden Sie dann die Produktion genehmigen?«
L. M. setzte sein bestes Pokergesicht auf. Er warf Sam einen Blick zu, der seinen Kopf um den Bruchteil eines Millimeters senkte. »Ja«, sagte L. M. sofort.
»Die Hälfte ist erreicht«, sagte Barney hastig. »Wenn Sie das Buch also in einer Stunde bekommen, sagen Sie ja. Dabei ist kein Unterschied.«
»Also gut, einverstanden«, sagte L. M. achselzukkend. »Aber was soll’s?«
»Setzen Sie sich hin, L. M.«, sagte Barney, packte den verwirrten Charley Chang am Arm und schleppte ihn aus dem Raum. »Unterhalten Sie sich mit Sam über das Budget oder trinken Sie etwas — ich komme in genau einer Stunde wieder und bringe Ihnen das Buch Unter Wikingerflagge.«
