»Weil ich mich zufällig im Vorgemache befand und der Kardinal sich am mich wandte, wie er an jeden anderen sich gewandt hätte; ich bin aber noch immer Leutnant bei den Musketieren, und wenn ich richtig rechne, so bin ich es schon gegen einundzwanzig Jahre lang.«

»Nun, es ist Euch doch kein Unglück begegnet, und das ist viel.«

»Dann ist Mazarin immer noch Mazarin?«

»Mehr als je, mein Lieber, und wie es heißt, ist er heimlich mit der Königin verheiratet.«

»Verheiratet?«

»So sind die Frauen,« sprach d'Artagnan wie ein Philosoph. »Die Frauen, wohl, allein die Königinnen!«

»Ach, mein Gott! in dieser Hinsicht sind die Königinnen doppelt Frauen.

»Und ist Herr von Beaufort noch immer im Gefängnis?«

»Ja, immer noch; warum?«

»Ach, weil er mir gewogen war und mich hätte befreien können.«

»Wahrscheinlich seid Ihr näher daran, frei zu werden, als er, und somit wäre es an Euch, ihn zu befreien.«

»Sodann der Krieg ...« »Er wird ausbrechen.«

»Mit Spanien?«

»Nein, mit Paris.«

»Was wollt Ihr damit sagen?«

»Hört Ihr nicht schießen?«

»Ja; nun?« »Nun, das sind die Bürger, welche indes einzelne Schüsse abfeuern.«

»Glaubt Ihr wohl, mit Bürgern läßt sich etwas anfangen?«

»Ei ja, sie versprechen das, und wenn sie einen Anführer hätten, der diese Truppen zusammenraffte ...«

«Es ist ein Unglück, nicht frei zu sein!«

»Ach Gott! Verzweifelt nicht. Wenn Euch Mazarin holen läßt, so tut er es, weil er Euch braucht, und wenn er Euch braucht, nun, so wünsche ich Euch Glück. Mich hat schon viele Jahre lang niemand mehr gebraucht, sonach seht Ihr, wie es mit mir steht.«

»Nun, so beklagt Euch dann!«

»Hört, Rochefort, einen Vertrag ...«

»Welchen?«

»Ihr wißt, daß wir gute Freunde sind.« »Bei Gott!«

»Wohlan, wenn Ihr wieder zu Gunst gelangt, so vergesset meiner nicht!«



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