Belopolski erwartete uns am Aufzug. Neben ihm stand Ingenieur Larin, der Leiter der technischen Vorbereitungen.

Bis auf ihn hatte das gesamte Flugplatzpersonal den Startplatz bereits verlassen.

Über unseren Köpfen, etwa zehn Stockwerke hoch, schimmerte der weiße Rumpf des Raumschiffes in der Sonne. Siebenundzwanzig Meter lang und sechs Meter breit, erinnerte es in seiner Form an eine riesengroße Melone.

Kamow wechselte einige Worte mit Larin, worauf der Ingenieur sich von uns verabschiedete und mit seinem Wagen wegfuhr. Es war fünfzehn Minuten vor zehn. Mit Larins Abfahrt war unsere letzte Verbindung zu den Menschen abgebrochen.

„Gehen wir!“ sagte Kamow.

Der Aufzug beförderte uns rasch zur Plattform hinauf.

Von dieser Höhe aus konnte man den ganzen Raketenflugplatz überblicken. Das letzte, was ich sah, ehe ich durch die Eingangsöffnung des Schiffes kroch, war eine fern am Horizont aufsteigende rote Rakete.

„Schnell!“ sagte Kamow. Er folgte mir, und wir schlossen durch einen Druck auf den Knopf die Luke.

„Was ist das für eine Rakete?“ fragte ich Kamow.

„Das Zeichen, daß es bis zum Start nur noch zehn Minuten sind“, antwortete er.

Wir befanden uns nun im vorderen Teil des Schiffes mit dem Observatorium und dem Leitstand. Der Raum war von elektrischem Licht durchflutet.

Paitschadse reichte uns große Lederhelme. Ich fragte, wozu wir sie brauchten.

„Zum Schutz der Ohren“, erwiderte er. „Setzen Sie den Helm auf, ziehen Sie die Riemen fest an, und legen Sie sich hin.“ Er wies auf eine breite Matte, die auf dem Fußboden lag. „Die Beschleunigung beträgt zwanzig Meter.

Das ist nicht viel, aber im Liegen kann man’s leichter ertragen. Es wird fast eine halbe Stunde dauern.“

„Wir werden also gar nichts sehen?“ fragte ich enttäuscht.

„Doch. Wenn die Motoren aussetzen, öffnen wir die Fenster.“

Er setzte sich den Helm auf und legte sich zu Belopolski auf die Matte. Mir blieb nichts anderes übrig, als es ihm gleichzutun.



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