„Was ist Ihnen daran nicht klar?“

„Wie Sie auf dem Weg zum Mars zur Venus kommen wollen. Die Erde hat doch ihren Platz zwischen den beiden Planeten.“

„Ihre Verwunderung wäre gerechtfertigt“, entgegnete Kamow, „wenn die Planeten unbeweglich wären. Sie bewegen sich jedoch, und obendrein mit verschiedener Geschwindigkeit. Oft befinden sich beide, das heißt Venus und Mars, von der Erde aus in ein und derselben Richtung.

Damit Ihnen unsere Flugbahn klarer werde, will ich sie Ihnen einmal aufzeichnen.“

Er nahm ein Blatt Papier und zog darauf mit einem Bleistift rasch ein paar Kreise. „Sehen Sie her“, sagte er. „Der Punkt in der Mitte, um den ein kleiner Kreis beschrieben ist, stellt die Sonne dar. Der erste größere Kreis ist die Bahn der Venus. Zwischen ihr und der Sonne haben wir noch den Planeten Merkur, aber ich lasse seine Bahn weg, weil wir sie nicht brauchen. Der zweite Kreis ist die Erdbahn, der dritte — die Bahn des Mars. Was ich hier zeichne, entspricht natürlich nicht dem richtigen Maßstab, es soll ja auch nur ein Schema sein. Die Kreise, die ich mit einer ›1 versehe, bezeichnen die Stellung der Planeten zur Zeit unseres Starts. Die Planeten bewegen sich auf ihren Bahnen alle in der gleichen Richtung, auf dieser Skizze von rechts nach links. Von dem Kreis aus, der die Erde darstellt, beginnt unsere Flugbahn. Ich markiere sie als gestrichelte Linie. Sehen Sie, hier, an diesem Punkt treffen wir die Venus …“



Er zeichnete einen zweiten Kreis auf der Venusbahn und schrieb daneben die Zahl ›2‹.

„Von da aus fliegen wir zum Mars weiter, den wir hier, an dieser Stelle, erreichen, und danach geht es zurück zur Erde, die inzwischen über die Hälfte ihrer Jahresbahn hinter sich gebracht hat und etwa hier steht …“

„Klar“, sagte ich.



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