«Zynikerin«, sagte Charly.

«Ich werde Patin von Vics Kindern. Sie brauchen eine Zynikerin in ihrem Leben. Wahrscheinlich guckt die heilige Muttergottes deswegen so friedlich. Weil die Kinder aus dem Haus sind.«

«Laß das bloß nicht deine Mutter hören…«

«Sie kriegt's nicht zu hören, wenn du's ihr nicht erzählst. «Jinx kniff Vic in den Arm.»Übrigens, was machst du am Wochenende?«

Vic atmete tief aus. Sie hatte Charly noch nicht gesagt, daß sie nach Hause mußte. Er paßte ihm gar nicht, wenn sie ein Footballspiel versäumte. Er seinerseits besuchte ihre sämtlichen Lacrosse-Spiele. Vic und Jinx hielten jedes Frühjahr das Lacrosse-Team zusammen.

«Ich bin zu Hause.«

Charly machte ein langes Gesicht.

«Dad hat unser ganzes Geld verspekuliert. Wieder mal. «Sie sah zuerst nacheinander die beiden und dann die heitere Madonna an.»Mutter ist gestern vorbeigekommen. Sie hat kein großes Trara gemacht, aber ihr wißt ja, wie das ist. Als es ihm das letzte Mal passiert ist, war ich in der siebten Klasse. Es war die Hölle.«

«Kannst du die Studiengebühren bezahlen?«Charly legte seine große Hand auf ihre Schulter und drückte sie leicht.

«Hab ich schon. Das hat das meiste von dem Geld verschlungen, das ich diesen Sommer bei Onkel Don verdient habe. «Sie atmete wieder aus, diesmal lauter.»Ich hab genug für meine Bücher, aber ich glaube, ich muß mir einen Job suchen. Lacrosse kann ich vergessen.«

«Sag das nicht«, bat Jinx mit einem dringlichen Ton in der Stimme.»Es ist noch viel Zeit bis zum Trainingsbeginn. Wir lassen uns was einfallen.«

«Hey, das ist keine Beerdigung. Wenn ich nicht Lacrosse spielen kann, dann eben nicht. Ich kann Mom und Mignon nicht im Stich lassen.«»Es muß eine andere Möglichkeit geben«, sagte Jinx.

«Mit Dope dealen?«, schlug Vic vor und zog die Augenbrauen hoch.

«Mmm, keine gute Idee.«



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