
«Charly, du bist zu anständig. «Jinx betrachtete das unbeteiligte, selige Gesicht der Madonna.»Ich glaube, in einer gestreiften Kluft würde sie scharf aussehen.«
«Gefangene tragen heute Orange«, klärte Vic sie auf.
«Orange, hell und fröhlich. «Jinx überlegte einen Moment.»Vielleicht braucht jemand eine Mitarbeiterin, ein Professor, der seine wissenschaftliche Hilfskraft verloren hat.«
«Ja, aber ich bin kein höheres Semester.«
«Man könnte 'ne Ausnahme machen«, meinte Jinx hoffnungsvoll.
«Uns wird schon was einfallen«, beruhigte Charly sie.
Sie kehrten um. Charly gab Vic noch einen Kuß und machte sich dann auf den Weg zu seiner Vorlesung.
Vic und Jinx gingen in Vics Apartment, das gleich um die Ecke von Jinx' Unterkunft lag. Die zwei Freundinnen konnten nie weit voneinander entfernt sein, aber sie konnten nicht zusammen wohnen. Sie hatten schon früh herausgefunden, daß sie dann nie etwas getan kriegten.
«Herrje, hier ist ja nichts drin. «Jinx sah sich im Apartment ihrer Freundin um.
«Ein Bett, ein Küchentisch, vier Stühle und unzählige Bücher. Mehr brauch ich nicht.«
«Vic, das ist deprimierend.«
«Das Wohnzimmer ist sehr geräumig. Ich finde es nicht deprimierend. Ich finde es spartanisch-elegant.«
«Kein Geld.«
«Hm, ja. Ich bin jetzt richtig froh, daß ich nichts gekauft habe. Ich meine, nach Mutters Besuch. Ich hab ein kleines bißchen in Reserve.«
«Aber auf Kirchenbasaren und in Gebrauchtmöbelläden finden wir bestimmt was. Nicht hier. Über den James rüber nach Surrey County. Alles was das Heim begehrt. Da drüben treiben wir ganz sicher was auf. Und dann hätten wir ja noch meine Mutter, die Fürstin der Boulevardpresse. Ich kann ihr ein paar Sachen abluchsen.«
«Hab ich dir schon mal gesagt, daß du meine beste Freundin bist?«
«Nicht oft genug. «Jinx setzte sich auf die Fensterbank im Wohnzimmer und sah aus dem weit geöffneten Fenster. Sie seufzte.»Ich mach mir nichts aus dem Footballspiel. Ich komm mit zu dir nach Hause.«
