
Die Sonne schien hell. Das Blau und Orange von Arts seidener Bluse glänzte; seine weißen Breeches waren makellos, und seine Reitstiefel schimmerten in mattem Glanz. Mir kam plötzlich der Gedanke, daß es ihn sicher gefreut hätte, wenigstens vom Hals abwärts den bei ihm üblichen gepflegten Eindruck zu vermitteln.
Die beiden Rennleiter eilten herüber und erstarrten zu Salzsäulen. Der Schrecken zwang ihnen die Kiefer auf, verengte ihre Augen. Es gehörte mit zu ihren Pflichten, sich im Paradezirkel aufzuhalten, während die Pferde vor den Rennen im Kreis herumgeführt wurden, damit sie gleichzeitig als Zeugen und Richter fungieren konnten, falls sich Unregelmäßigkeiten ergaben. Etwas derart Ausgefallenes wie der öffentliche Selbstmord eines erstklassigen Jockeis war ihnen wohl noch nicht untergekommen.
Der ältere der beiden, Lord Tirrold, ein großer, hagerer Mann von bürokratischer Engstirnigkeit, beugte sich über Art. Ich sah, wie seine Kaumuskeln hervortraten, dann hob er den Kopf, sah mich an und sagte leise:»Finn… holen Sie eine Decke.«
Ich ging zwanzig Schritte durch den Paradezirkel, wo um eines der für dieses Rennen gemeldeten Pferde Besitzer, Trainer und Jockei herumstanden. Wortlos nahm der Trainer die Decke von seinem Pferd und hielt sie mir hin.»Mathews?«fragte er ungläubig.
Ich nickte bedrückt, bedankte mich für die Decke und trug sie hinüber.
Der zweite Rennleiter, ein mürrischer, stämmiger Mann namens Ballerton, den ich nicht leiden konnte, verlor seine sonst so eifersüchtig gehütete Würde und übergab sich.
