Bevor wir über einen ordinären Vorschlag Grants hinausgekommen waren, zwängte sich ein Funktionär durch die herumstehenden Jockeis, sah mich und rief:»Finn, Sie sollen zur Rennleitung kommen.«

«Jetzt?«sagte ich in Hemd und Unterhosen.

«Sofort. «Er grinste.

«Na schön. «Ich zog mich hastig an, kämmte mich, marschierte durch den Wiegeraum und klopfte an die Tür des Rennleitungsbüros. Jemand rief:»Herein«, und ich drückte auf die Klinke.

Um einen großen länglichen Tisch saßen die drei Herren der Rennleitung, der Rennbahnmanager und Corin Kellar.

«Kommen Sie ‘rein und machen Sie die Tür zu«, sagte Lord Tirrold. Ich tat es.

«Ich weiß, daß Sie in der Nähe von Mathews waren«, fuhr er fort,»als er… äh… sich erschoß. Haben Sie es beobachten können, ich meine, haben Sie gesehen, daß er die Pistole in die Hand genommen und angesetzt hat, oder haben Sie erst hinübergeschaut, als Sie den Schuß hörten?«

«Ich habe gesehen, wie er die Pistole herausholte und abdrückte, Sir«, sagte ich.

«Gut. In diesem Fall wird die Polizei vielleicht eine Aussage von Ihnen haben wollen; verlassen Sie das Haus bitte nicht, bis jemand mit Ihnen gesprochen hat. Wir warten noch auf den Inspektor, er ist im Sanitätsraum.«

Er nickte mir zu, aber als ich die Hand auf die Klinke legte, sagte er:»Finn… wissen Sie einen Grund, warum Mathews sich das Leben genommen hat?«

Ich zögerte ein bißchen zu lange, bevor ich mich umdrehte, so daß ein einfaches >nein< wenig überzeugend geklungen hätte. Ich sah Corin Kellar an, der eifrig seine Fingernägel betrachtete.

«Vielleicht weiß Mr. Kellar da eher Bescheid«, sagte ich zurückhaltend.

Die anderen wechselten Blicke. Mr. Ballerton, der immer noch recht blaß war, hob abwehrend die Hand und sagte:»Sie verlangen doch wohl nicht, daß wir glauben sollen, Mathews hätte sich nur deshalb umgebracht, weil Kellar mit ihm unzufrieden war?«



7 из 244