«Heute sollte er jedenfalls das letztemal für Sie reiten, oder nicht?«meinte ich.

Er zögerte zuerst, dann nickte er, überrascht von der Tatsache, daß ich wußte, was nicht publik gemacht worden war. Ich erzählte ihm nicht, daß ich am Abend zuvor Art auf dem Parkplatz getroffen hatte, und daß Art, verzweifelt und zutiefst von der Ungerechtigkeit der Welt im allgemeinen überzeugt, seine Zurückhaltung soweit aufgegeben hatte, um mir zu sagen, daß ihn Kellar nicht mehr beschäftigen wollte.

Ich sagte nur:»Er hat sich umgebracht, weil Sie ihn gefeuert haben, und er hat es vor Ihnen getan, damit Sie sich keine Gewissensbisse ersparen. So steht’s und nicht anders, wenn Sie meine Meinung hören wollen.«

«Aber schließlich bringt sich doch keiner um, nur weil er seine Stellung verloren hat«, sagte er aufgebracht.

«Nicht, wenn er normal ist, nein«, gab ich zu.

«Jeder Jockei weiß, daß er einmal aufhören muß, und Art war einfach zu alt… er muß übergeschnappt sein.«

«Ja, kann schon sein«, sagte ich.

Ich ließ ihn stehen. Sollte er sich doch allein die Mühe machen, zu der Überzeugung zu gelangen, daß er für Arts Tod in keiner Weise verantwortlich war.

Die Diskussion im Umkleideraum über die Frage, was man mit Arts Sachen anfangen sollte, hatte ein Ende gefunden, als sein Bursche sich darum kümmerte, und Grant Oldfield war zu meiner Erleichterung schon weggegangen. Die meisten anderen Jockeis waren ebenfalls schon verschwunden, und ihre Burschen waren gerade dabei, Ordnung in das hinterlassene Chaos zu bringen, schmutzige weiße Wäsche in Wäschesäcke zu stopfen, Helme, Stiefel, Peitschen und andere Ausrüstungsgegenstände in große Deckelkörbe. Es war ein trockener, sonniger Tag gewesen, und ausnahmsweise brauchte nichts von Schlamm gereinigt zu werden.



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