
»Noch etwas, Dr. Jordan: Der ganze Papierkram ist bereits erledigt. Wenn Sie das Mittel anwenden wollen, brauchen Sie le-diglich die Zustimmung des Krankenhauses und des nächsten Angehörigen. Das ist alles.«
Er starrte sie an. »Also wirklich!«
»Wir vergeuden nur unsere Zeit«, sagte Celia de Grey. Sie hatte bereits ihre Aktentasche geöffnet und einen Stoß Papiere herausgeholt. »Lesen Sie das bitte. Es ist eine Beschreibung von Lotromycin, die die Forschungsabteilung von Felding-Roth für Sie vorbereitet hat. Und hier ist eine Notiz von unserem medizinischen Leiter - Anweisungen, wie das Mittel anzuwenden ist.«
Andrew nahm die beiden Blätter, die nur die ersten von vielen weiteren zu sein schienen, und war augenblicklich darin vertieft.
Fast zwei Stunden waren vergangen.
»Wenn sich Ihre Patientin in extremis befindet, Andrew, was haben wir dann zu verlieren?« Die Stimme am Telefon gehörte Noah Townsend. Andrew hatte den Chefarzt auf einer Dinnerparty ausfindig gemacht und ihm von der Möglichkeit, das noch nicht erprobte Arzneimittel Lotromycin anzuwenden, berichtet.
»Und Sie sagen, der Ehemann habe bereits zugestimmt?« fuhr Townsend fort.
»Ja, schriftlich. Ich habe den Verwaltungsdirektor zu Hause erreicht. Er ist ins Krankenhaus gekommen und hat die Erklärung aufgesetzt. Es ist alles unterzeichnet und von Zeugen bestätigt.«
Zuvor hatte Andrew im Gang vor dem Krankenzimmer mit John Rowe gesprochen, und der junge Ehemann hatte sofort zugestimmt. Er war so eifrig gewesen, daß Andrew ihn davor warnen mußte, sich allzu große Hoffnungen zu machen. Die Unterschrift auf dem Papier war krakelig, so sehr hatte John Rowes Hand gezittert. Aber sie war vorhanden und gültig.
»Die Bedenken des Verwaltungsdirektors sind ausgeräumt«, erklärte Andrew Noah Townsend, »denn die Papiere, die Felding-Roth mitgeschickt hat, sind in Ordnung. Offenbar ist es von Vorteil, daß das Mittel keine Bundesstaatsgrenzen überschreiten mußte.«
