»Sorgen Sie dafür, daß im Krankenblatt der Patientin alles genauestens vermerkt wird.«

»Ist bereits geschehen.«

»Sie brauchen also nur noch meine Erlaubnis?«

»Für das Krankenhaus. Ja.«

»Ich erteile sie Ihnen hiermit«, sagte Dr. Townsend. »Nicht, daß ich mir allzu große Hoffnungen mache, Andrew. Ich glaube, daß es um Ihre Patientin schon zu schlecht steht, aber versuchen können wir es immerhin. Und jetzt werde ich zu meinem köstlichen Fasanenbraten zurückkehren, wenn Sie nichts dagegen haben.«

Andrew legte im Schwesternzimmer den Hörer auf die Gabel. »Ist alles bereit?« fragte er.

Die Nachtschwester, die schon älter war und nur noch stundenweise arbeitete, hatte ein Tablett mit Spritzen vorbereitet. Sie öffnete den Kühlschrank und holte einen Glasbehälter heraus, den die Vertreterin von Felding-Roth mitgebracht hatte. »Ja, es ist alles bereit.«

Dr. Overton, der Stationsarzt, der schon am Morgen bei Mary Rowe gewesen war, stand neben dem Bett, als Andrew und die Schwester eintrafen. John Rowe wartete im Hintergrund.

Andrew erklärte Dr. Overton, einem stämmigen, jovialen Te-xaner, das neue Mittel. »Sie erwarten wohl ein Wunder, was?« meinte der in seiner gedehnten Sprechweise.

»Nein«, erwiderte Andrew barsch. Er drehte sich zu Mary Rowes Ehemann um.

»Ich möchte noch einmal betonen, John, daß das eine gewagte Sache ist, eine sehr gewagte Sache. Unter den gegebenen Umständen . . .«

»Ich weiß.« Die Stimme klang wie erstickt.

Während die Schwester die bewußtlose Mary Rowe für die intramuskuläre Injektion vorbereitete, wandte Andrew sich an den Stationsarzt: »Die Arzneimittelfirma rät, die Dosis alle vier Stunden zu wiederholen. Ich habe schriftliche Anweisungen gegeben, aber es wäre mir lieb, wenn Sie . . .«

»In Ordnung, Chef. Ich werde dabeisein - also Q-4.« Der Arzt senkte die Stimme: »Wie war's mit 'ner Wette? Ich . . .«



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