Ein wirklich ungewöhnliches Mädchen, dachte er. »Was wissen Sie denn alles?«

»Also, einmal weiß ich, daß Sie in Ihrem Semester im John Hopkins der Beste waren. Und dann noch, daß Sie Ihr Praktikum im Massachusetts General absolviert haben . . . Und ich weiß, daß sie nur die Besten nehmen. Und danach hat Dr. Townsend Sie unter fünfzig Bewerbern ausgewählt und Sie in seine Praxis geholt, weil er wußte, daß Sie gut sind. Wollen Sie noch mehr hören?«

Er lachte. »Gibt es denn noch was?«

»Nur, daß Sie ein netter Mann sind, Andrew. Das sagen alle. Natürlich habe ich auch Negatives über Sie erfahren.«

»Ich bin schockiert«, sagte er amüsiert. »Wollen Sie damit etwa andeuten, daß ich nicht vollkommen bin?«

»Es gibt da ein paar dunkle Punkte«, sagte Celia. »Zum Beispiel in bezug auf Arzneimittelfirmen. Da haben Sie starke Vorurteile. Na schön, ich gebe zu, daß es einiges gibt, was . . .«

»Nicht nötig!« Andrew hob die Hand. »Ich gestehe meine Vorurteile gern ein. Aber ich kann Ihnen auch versichern, daß ich heute morgen in der Stimmung bin, meine Meinung zu ändern.«

»Das ist gut, aber ändern Sie sie nicht zu sehr.« Celia hatte wieder einen geschäftsmäßigen Ton angenommen. »Unsere Branche leistet eine Menge Gutes, ein Beispiel dafür haben Sie ja gerade erlebt. Aber es gibt Dinge, die nicht in Ordnung sind, die mir nicht gefallen und die auch ich gern ändern würde.«

»Sie wollen etwas ändern?« Er zog die Augenbrauen hoch. »Persönlich?«

»Ich weiß, was Sie jetzt denken - daß ich eine Frau bin.«

»Ja, das ist mir in der Tat eingefallen.«

»Es wird einmal eine Zeit geben«, erklärte Celia mit ernster Stimme, »und eigentlich hat sie schon begonnen, in der die Frauen viele Dinge tun werden, die sie nie zuvor getan haben.«



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