
»Ich werde Karriere machen. Habe ich das noch nicht erwähnt?«
»Ich kann mich nicht erinnern. Aber wenn du bedenkst, mit welcher Geschwindigkeit wir uns in den Genuß der Ehe gebracht haben, dann gab's auch nicht gerade übermäßig viel Zeit für Diskussionen oder philosophische Betrachtungen.«
»Also«, sagte Celia, »ich habe meine Pläne in bezug auf die Kinder Sam Hawthorne gegenüber erwähnt. Und er meinte, das ließe sich machen.«
»Prächtig, dieser Sam - wer immer das ist!« Andrew runzelte die Stirn. »Warte mal. War der nicht auf unserer Hochzeit, einer von Felding-Roth?«
»Genau. Sam Hawthorne ist mein Chef und regionaler Verkaufsleiter. Er war mit seiner Frau da, Lilian.«
»Klar. Jetzt fällt es mir wieder ein.«
Nun erinnerte Andrew sich an Sam Hawthorne - ein großer, freundlicher Mann von Mitte Dreißig, dessen Haar sich bereits lichtete, mit einem zerfurchten Gesicht, das Andrew an die zerklüfteten Felswände des Mount Rushmore erinnerte. Hawthor-nes Frau Lilian war eine eindrucksvolle Brünette. Andrew, der in Gedanken noch einmal die drei Tage zurückliegenden Ereignisse Revue passieren ließ, sagte: »Du mußt schon entschuldigen, wenn ich im Augenblick ein bißchen durcheinander bin.«
Ein Grund dafür war die Erinnerung an Celia, wie sie, ganz in Weiß und mit kurzem Schleier, in der Empfangshalle des Hotels, das sie für ihre Hochzeit ausgesucht hatten, erschienen war. Die Zeremonie wurde von einem freundlichen Richter durchgeführt, der auch Mitglied des Verwaltungsrates vom St. Bede's Hospital war. Dr. Townsend hatte als Brautführer fungiert.
Noah Townsends äußere Erscheinung paßte ausgezeichnet ins Bild - der Inbegriff eines vertrauenswürdigen Hausarztes. Mit seinen grauen Haaren sah er dem britischen Premierminister Harold Macmillan ähnlich, der in diesen Tagen häufig in den Nachrichten genannt wurde und die Beziehungen zwischen den USA und Großbritannien zu bessern bemüht war, die sich seit der Suez-Krise in den letzten Jahren stark abgekühlt hatten.
