Celias Mutter, eine zierliche, zurückhaltende Dame, die verwitwet in Philadelphia lebte, war ebenfalls zur Hochzeit gekommen. Celias Vater war im Zweiten Weltkrieg gefallen, und deshalb war Townsend als Brautführer eingesprungen.

Andrew schloß die Augen, zum Teil, um sich vor der hellen Sonne zu schützen, vor allem aber, um den Augenblick, in dem Townsend ihm Celia zugeführt hatte, wiederauferstehen zu lassen . . .

In dem Monat nach jenem denkwürdigen Morgen in der Cafeteria des Krankenhauses, an dem Celia ihm mitgeteilt hatte, daß sie die Absicht habe, ihn zu heiraten, war Andrew immer stärker dem erlegen, was er nur als ihren Zauberbann bezeichnen konnte. Wahrscheinlich war es Liebe, schätzte er, auch wenn es ihm stärker und anders vorkam - die Preisgabe des SingleDaseins, für das Andrew immer eingetreten war, und die totale Verschmelzung zweier Lebenswege, was ihn zugleich verwirrte und entzückte. Es gab niemanden auf der Welt, der so war wie Celia. Kein Augenblick mit ihr war langweilig. Sie steckte voller Überraschungen, Ideen und Pläne, die alle der unerschöpflichen Quelle ihres kraftvollen, unabhängigen Wesens entsprangen. Von Anfang an hatte er dieses außerordentliche Glücksgefühl verspürt, als habe er durch irgendeinen Zufall den von allen anderen begehrten ersten Preis gewonnen. Und als er sie seinen Kollegen vorstellte, konnte er spüren, daß alle sie begehrten.

In Andrews Leben hatte es schon andere Frauen gegeben, aber nie für längere Zeit und noch nie eine, die er ernsthaft für eine Ehe in Betracht gezogen hätte. Darum war es um so bemerkenswerter, daß er von dem Augenblick an, als Celia ihm - um es kon-ventionell auszudrücken - »einen Antrag gemacht hatte«, nie den leisesten Zweifel, nicht das geringste Zögern oder gar den Wunsch verspürt hatte, sich zurückzuziehen.



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