
»Was hast du mir anzubieten?«
»Keine Vorträge mehr übers Rauchen oder Trinken.«
»Ich trinke doch kaum«, fauchte Julia. »Deine Behauptung, daß ich zu viel trinke, hängt mir zum Hals raus.«
»Den Samstagabend möchte ich sehen, an dem du dich nicht mit Whiskey Sour vollaufen läßt.«
»Ein Abend von sieben - Samstagabend, Louise, und ich geh nun mal gern mit meinem Mann aus.«
»Du würdest auch ohne ihn ausgehen.« »Was soll das heißen?«
»Das heißt, du kannst ohne männliche Beachtung nicht leben, und wenn ich dein Mann wäre, würde ich dich nicht aus den Augen lassen.«
»Aber du bist nicht mein Mann.« Julia zog die schwere Leiter hervor, lehnte sie aber nicht an die Dachrinne. »Wieso hast du eigentlich so miese Laune?«
»Hab ich nicht.«
»Hast du wohl.«
»Hab ich nicht.«
»Lügnerin.«
»Du erwartest wohl, daß ich vor guter Laune sprühe, wenn ich seit Stunden auf dem Dach festsitze.«
»Was machst du überhaupt da oben?«
»Im Schornstein war ein Vogelnest. Ich hab's rausgeholt.«
»Waren Vögel drin?«
»Nein, dann hätte ich sie bleiben lassen, bis sie flügge sind. Ehrlich, Julia.«
Das erbosteEhrlich, Julia< signalisierte Juts, daß es Zeit war zuzuschlagen. »Ich stell die Leiter auf, wenn du mir den Hut gibst, den du dir vorige Woche gekauft hast.«
»Den von Bear's Kaufhaus in York?«
»Genau den.«
»Julia, das ist mein Lieblingshut.«
»Meiner auch, und du hast mehr Geld als ich. Komm schon, Louise, ich brauch was zum Anziehen, wenn ich Ostern in die Kirche gehe.«
»Ich schwimme auch nicht im Geld, Juts. Pearlie und ich können bloß besser damit umgehen als du und Chessy.«
»Junge, Junge, du willst wirklich nicht runter vom Dach,
was?«
»Doch. Entschuldige. Du weißt, ich sage offen meine Meinung.«
