Retief sprang auf, packte die Tischplatte, hob sie mit einem Ruck in die Höhe, und augenblicklich rutschten sämtliche Näpfe zu Boden. Dem blechernen Klappern der Näpfe folgte das Poltern des Tisches, den Retief umgeworfen hatte.

Weiße Suppe schwappte auf die bunten Fliesen des Festsaales. Die Yill schrien auf, ebenso der Botschafter, aber bei ihm klang es, als schnüre ihm jemand die Kehle zu.

An den erstarrten Mitgliedern des Stabes vorbei ging Retief auf den Botschafter zu. „Herr Botschafter“, sagte er, „ich würde gern.“

„Sie würden gern! — Ich werde dafür sorgen, daß Sie hinausfliegen. Begreifen Sie denn nicht…“

„Bitte“, mischte sich der Dolmetscher ein, der neben Retief getreten war.

Der Botschafter wandte sich an den Yill. „Tut mir leid!“ Er wischte sich die Stirn. „Bitte vielmals um Entschuldigung…“

„Schweigen Sie!“ sagte Retief zu seinem Vorgesetzten.

„W-wie b-bitte?“

„Entschuldigen Sie sich nicht, Herr Botschafter“, antwortete der junge Mann, ohne sich von dem durchbohrenden Blick des Diplomaten aus der Ruhe bringen zu lassen.

P’Toi winkte. „Bitte, alle mitkommen!“

Retief folgte ihm als erster.

Der Teil des Tisches, der ihnen nun zugewiesen wurde, war mit gesticktem Leinen gedeckt, und feines Porzellan stand vor jedem Platz. Die Yill, die dort gesessen hatten, erhoben sich mitten im Gespräch und machten den Besuchern Platz. Die schwarzgekleideten Yill am letzten Tisch rückten nach, um die leeren Plätze zu füllen.

Retief setzte sich, und Magnan nahm neben ihm Platz.

„Was geht hier eigentlich vor?“ wollte der Zweite Sekretär wissen.

„Sie setzten uns Hundefutter vor“, erklärte Retief. „Ich hörte einen Yill darüber sprechen. Außerdem placierten sie uns am Tisch der Diener.“

„Soll das heißen, daß Sie die Sprache verstehen?“

„Ich habe sie auf der Herfahrt gelernt. So viel wenigstens, daß ich…“



11 из 107