
Jetzt legte auch der Yill die Doppelrolle ab. Er tanzte nicht mehr, sondern konzentrierte sich auf den Kampf, parierte Retiefs Schläge, hieb und stach auf ihn ein. Jetzt standen sie einander gegenüber und lieferten sich einen Gang, daß die Funken stoben. Der Yill wich einen Schritt zurück, dann zwei, faßte sich aber wieder und trieb Retief vor sich her.
Retief täuschte und landete einen deftigen Treffer auf dem grauen Schädel.
Der Yill stolperte, und sein Säbel klirrte zu Boden. Retief trat zur Seite, als der Yill an ihm vorbeitaumelte und krachend auf die Tanzfläche fiel.
Das Orchester verstummte mit kläglichem Flötengewimmer, und Retief wischte sich, erleichtert aufatmend, die Stirn.
„Kommen Sie wieder her, Sie jugendlicher Unverstand in Person!“ rief Spradley heiser.
Retief packte den Säbel fester, wandte sich um und sah zu dem brokatgedeckten Tisch hinüber. Dann ging er langsam darauf zu. Die Yill saßen da wie vom Schlag getroffen.
„Nicht, Retief!“ brüllte Spradley.
Aber der junge Mann reagierte nicht. Er ging direkt auf F’Kau-Kau-Kau, den Herrlichen, zu, blieb vor ihm stehen und hob den Säbel.
„Nein, nicht den Staatschef!“ stöhnte ein Mitglied der terra- nischen Delegation.
Retief ließ den Säbel niedersausen. Die stumpfe Klinge zerschnitt den schweren Brokat und spaltete den Hartholztisch. Stille herrschte im Saal.
F’Kau-Kau-Kau, der Herrliche, erhob sich, zwei Meter vierzehn lang, fettleibig und grau wie alle Yill. Sein breites Gesicht wirkte für terranische Beobachter ausdruckslos. Er hob eine Faust, die einem mit Juwelen gespickten Schinken ähnelte.
Retief blieb eine Zeitlang aufrecht stehen. Dann neigte er würdevoll den Kopf und legte die Fingerspitzen an die Schläfen. Hinter Retief polterte Botschafter Spradley bewußtlos zu Boden.
Dann brüllte F’Kau-Kau-Kau etwas in den Saal, langte über die Tafel und umarmte den Mann von der Erde.
