Das Orchester begleitete dieses Ereignis mit einem wahnwitzigen Furioso. Graue Hände halfen Retief über den Tisch, Stühle wurden zur Seite gerückt, um an der Seite des Staatsoberhauptes Platz zu machen, und dann setzte sich Retief. Der junge Diplomat ergriff die bauchige Flasche mit schwarzem Brandy, die ihm sein Nachbar aufdrängte, stieß mit „dem Herrlichen“ an und trank.

* * *

„Das Fest geht zu Ende“, sagte F’Kau-Kau-Kau. „Nun müssen wir beide den Ratssessel besteigen, Retief.“

„Es wird mir eine Ehre sein, Euer Herrlichkeit“, antwortete Retief. „Ich muß jedoch meine Kollegen informieren.“

„Kollegen?“ F’Kau-Kau-Kau wunderte sich. „Häuptlinge palavern, niemand sonst. Wer sollte für einen König sprechen, solange der noch eine Zunge zum Reden hat?“

„Wie weise die Sitten der Yill sind!“ lobte Retief.

F’Kau-Kau-Kau leerte einen Bierkrug. „Ich werde mit dir verhandeln, Retief, als Vizekönig, da du sagst, daß dein König alt ist und es lange dauert, ehe man von eurem Planeten zu unserem gelangt. Aber ich dulde nicht, daß Ränkeschmiede und Duckmäuser unseren Verhandlungen beiwohnen.“ Er lächelte auf die für Yill so typische Art. „Danach werden wir zechen, Retief. Der Ratssessel ist hart, und die Dienerinnen, die auf uns warten, sind ergötzlich. Möge das dazu beitragen, daß wir uns schnell einigen.“

Retief lächelte. „Euer Herrlichkeit sind weise.“

„Natürlich zieht jedes Wesen Frauenzimmer seiner Rasse allen anderen vor“, grinste F’Kau-Kau-Kau. „Das Kultusministerium hat einige Tänzerinnen von der Erde importiert, von denen man behauptet, sie seien Spitzenklasse.“

„Euer Herrlichkeit sind sehr rücksichtsvoll.“

„Dann frisch ans Werk, Retief!“

Als Retief an F’Kau-Kau-Kaus Seite zur Tür schritt, lief Botschafter Spradley rot an.

„Entschuldigen Sie sich bei dem Staatschef und kommen Sie her! Ich habe mit Ihnen zu reden.“ Seine Worte klangen eisig. Magnan stand hinter ihm und rollte die Augen.



16 из 107