
Schließlich hatten sie darauf bestanden, daß er sie zu Fagin führte!
Er schüttelte heftig den Kopf und befaßte sich wieder mit der Gegenwart. Überlegungen halfen hier nicht weiter; er mußte sich entscheiden, ob er zurückgehen wollte, wobei er unter Umständen seinen Verfolgern in die Arme lief, oder ob er warten sollte, bis der See ausgetrocknet war, was bedeuten konnte, daß die Verfolger ihn in der Zwischenzeit einholten. Die Entscheidung war nicht leicht, aber immerhin konnte er zunächst einen Versuch unternehmen.
Er ging ans Ufer und schlug mit der flachen Hand in das Wasser. Die Wellen, die sich langsam ausbreiteten, interessierten ihn nicht, denn er achtete nur auf die Wassertropfen. Er beobachtete sie, während sie langsam herabsanken, und stellte zufrieden fest, daß selbst die größten Tropfen sich auflösten, ohne die Wasseroberfläche zu erreichen. Der See würde nicht mehr lange brauchen, bis er ausgetrocknet war; Nick ließ sich am Ufer nieder und wartete.
Eine leichte Brise kam auf, als der neue Tag begann. Nick wartete ungeduldig darauf, daß sich die ersten Auswirkungen auf der Wasseroberfläche zeigten — nicht Wellen, sondern Turbulenwirbel, die anzeigten, daß wärmere Luftmassen herangeführt wurden. Das war der entscheidende Augenblick, denn von diesem Zeitpunkt an würde das Wasser vermutlich schneller zurückweichen, als er ihm folgen konnte. Der Luftzug würde ihm das Atmen erleichtern, sofern er genügend Abstand zu dem Wasser hielt … Ja, jetzt konnte es nicht mehr lange dauern; der Punkt, an dem er stand, befand sich bereits einen Meter über der Wasseroberfläche. Der See trocknete aus.
In der Zwischenzeit hatte die Brise das Wasser weiter zurückgedrängt, so daß es jetzt wie ein Wall aufragte. Nick folgte langsam, bewahrte aber genügend Abstand. Die Halbinsel schien tatsächlich ein Hügelkamm zu sein, der unter dem See gelegen hatte. Falls diese Vermutung zutraf, konnte er sich nur beglückwünschen.
