Durch seine Unsichtbarkeit geschützt, durchstöberte Azzie das Haus, in dem er bis zum Ablauf von Scriveners Reklamationsfrist wohnen würde. Wahrscheinlich nur eine Sache von ein paar Tagen. Es war ein ziemlich großes Haus mit mehreren Zimmern auf jeder Etage und einem schönen feuchten Keller.

Azzie richtete sich im Keller ein. Es war genau der richtige Ort für einen Dämon. Er hatte sich ein paar Schriftrollen als Lektüre und einen Sack voller verfaulter Katzenköpfe als Proviant mitgebracht und stellte sich auf eine geruhsame Zeit ein. Aber er hatte es sich kaum bequem gemacht, als auch schon die Störungen begannen.

Zuerst kam Scriveners Frau in den Keller, um Lebensmittel zu holen. Sie war eine große Matrone mit struppigem Haar, breiten Schultern und einem gewaltigen Busen. Der nächste Störenfried war Hans, der älteste Sohn der Familie, ein lang aufgeschossener Lümmel, der seinem Vater sehr ähnlich sah und sich am Honigtopf zu schaffen machte. Dann folgte Lotte, das Dienstmädchen. Sie sammelte ein paar Kartoffeln von der Vorjahresernte ein.

Diese Störungen beeinträchtigten Azzies Ruhe erheblich. Am Morgen des nächsten Tages sah er nach Scrivener. Der wiedererweckte Mann schien sich auf dem Weg der Genesung zu befinden. Er hatte sich im Bett aufgesetzt, trank Kräutertee, zankte sich mit seiner Frau und schimpfte mit den Kindern. Noch ein Tag, und er würde sich vollständig erholt haben, entschied Azzie. Dann würde es Zeit werden, weiterzuziehen und sich interessanteren Dingen zuzuwenden.

Die beiden Hunde der Familie wußten, daß ein Dämon im Haus war, und stahlen sich jedes Mal davon, wenn Azzie auftauchte. Das war zu erwarten gewesen. Doch was als nächstes geschehen sollte, hatte er nicht eingeplant.



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