Da ihm kaum etwas anderes übrig blieb, zuckte Rognir die Achseln. »Solange du nicht vergißt, es mir später wieder zurückzugeben.«

»Mach dir deswegen keine Sorgen«, sagte Azzie, drehte sich um und wollte verschwinden. Dann betrachtete er noch einmal die auf dem Boden verstreuten kostbaren Steine. »Hör mal, Rognir«, meinte er, »für einen Zwerg scheinst du ganz in Ordnung zu sein. Was hältst du davon, wenn du und ich einen kleinen Handel eingehen?«

»Woran hast du gedacht?«

»Ich habe da eine bestimmte Sache vor. Im Augenblick kann ich nicht viel darüber verraten, aber es hat etwas mit der bevorstehenden Jahrtausendfeier zu tun. Ich brauche das Felixit und deine Edelsteine, denn ohne Geld kann ein Dämon nichts machen. Wenn ich die erwartete Unterstützung von den Hohen Mächten des Bösen bekomme, werde ich dir das Darlehen zehnfach zurückzahlen können.«

»Aber ich wollte diese Edelsteine nach Hause bringen und meinem Haufen hinzufügen«, sagte Rognir. Er bückte sich und begann, die Steine aufzusammeln.

»Du besitzt doch bestimmt schon einen ziemlich großen Haufen, nicht wahr?«

»Oh, nichts wofür man sich schämen müßte«, erwiderte Rognir mit der Selbstgefälligkeit eines Zwergs, dessen aufgehäufte Reichtümer es mit den besten aufnehmen konnten.

»Warum überläßt du mir dann nicht diese Steine? Der Haufen, den du zu Hause hast, ist doch jetzt schon ganz schön groß.«

»Das hält mich nicht davon ab, mir zu wünschen, daß er noch größer wird!«

»Natürlich nicht. Aber wenn du diese Steine deinem Haufen hinzufügst, wird dein Geld nicht für dich arbeiten. Wenn du es dagegen bei mir investierst, dann wird es arbeiten.«

»Geld, das für mich arbeitet? Was für eine seltsame Vorstellung! Ich wußte gar nicht, daß Geld arbeiten sollte.«

»Es ist ein Konzept der Zukunft, und es ist sehr vernünftig. Warum sollte Geld nicht arbeiten? Alles und jeder andere muß arbeiten.«



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